Manchmal muss man sich positionieren

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Heute möchte ich alle meine Leser bitten, sich einmal Zeit für ein Problem zu nehmen, das uns alle angeht: die Bildung.

Gute Bildung, besonders in den ersten Schuljahren setzt die Grundlagen für ein lebenslanges Lernen und die entsprechende Motivation. Um das gewährleisten zu können, bedarf es neben großem Engagement fundierten Wissens um Didaktik, Methodik und deren Umsetzung. Es geht neben dem fachlichen Wissen um das Können, dieses Wissen für alle Schüler anschaulich zu vermitteln. Wie wichtig die Funktion des ersten Lehrers ist, weiß sicher jeder. Nicht selten bestimmt er den ganzen Bildungsweg eines Menschen. Kann er Freude vermitteln am auch mühsamen Lernprozess oder schafft er Frust und Desinteresse?

Nun gibt es eine Initiative, die die Arbeit und Ausbildung der Grundschullehrer auch finanziell würdigen will und eine Gleichbezahlung aller Lehrer fordert. Dazu sollte man folgendes wissen:

Das Studium eines Grundschullehrers endet nach 5 Jahren mit dem Master of Education. Danach folgt eine 1  1/2 jährige Praktikumszeit einschließlich Referendariat mit entsprechenden Prüfungen. Nach also 6 bis 7 jährigem Studium (wenn man alle Hürden im ersten Anlauf schafft) darf man sich Grundschullehrer nennen. Man erhält aber bei gleicher Ausbildungszeit die A12, wohingegen man beim Einsatz in anderen Schulformen (begriffliche Unterschiede gibt es in den verschiedenen Bundesländern) in die A13 eingruppiert wird. Das bedeutet (neben einer höheren Pflichtstundenzahl) eine geringere Besoldung, nur, weil man in den kleineren Klassen unterrichtet. Daraus folgt, die Arbeit eines Lehrers in den kleineren Klassen ist weniger Wert als in höheren.

Ist das so? Es gibt übrigens Länder, in denen das genau andersherum gehandhabt wird. In diesen wird die Arbeit im Schulbeginn höher bewertet als bei älteren Schulkindern. So arbeiten die besten und fähigsten Kräfte, weil sie auch finanzielle Anreize bekommen, in der Schuleingangsphase.

In der Petition geht es um eine Gleichstellung.

Übrigens bringt mir persönlich diese Petition nichts, sodass ich ohne persönliche Vorteile zu haben, unabhängig meine Meinung äußern kann. Ich habe eine andere Ausbildung.

Ich würde mich freuen, wenn meine Leser sich Zeit nehmen, um sich mit dem Problem, den Folgen und Auswirkungen (auch auf längere Sicht) auseinander zu setzen und zu überlegen, ob sie sich an der Petition beteiligen möchten.

https://www.openpetition.de

Macht es Sinn sich mit der Schreibschrift zu quälen?

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In meinem Kinderbuch „Reset … und Neustart“ habe ich mir Gedanken um die Schule als Institution in der Zukunft gemacht. Ich habe mir überlegt, wie die Kinder in der digitalisierten Welt lernen. Schule, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. In meinem letzten Beitrag habe ich beschrieben, wie nah diese Zukunft schon ist.

In (m)einer Zukunft gibt es dann keine Bücher mehr, weil das Wissen im Netz gespeichert ist. Die Kinder erlernen nicht mehr die Schrift, da man sie nicht braucht. Es gibt Spracherkennungsprogramme, Chatprogramme, Lernplattformen…

Auf der Didacta gab es eine Diskussionsrunde mit kleinem Workshop zum Thema „Schreibschrift erlernen“. Zunächst wurde durchaus kontrovers diskutiert, inwieweit das Erlernen einer Schreibschrift im heutigen medialen Zeitalter überhaupt noch nötig ist.

Nun habe auch ich nicht unbedingt die schönste Handschrift und erinnere mich noch an die Mühe, die mir das Erlernen dieser machte. Ehrlich gesagt, flog da sogar einmal der Füllhalter durch die Klasse, weil in „Schönschrift“ (ein längst vergessenes Unterrichtsfach) trotz aller Mühen ein dicker Klecks auf der Heftseite das Geschriebene zunichte machte. Später habe ich mich in Studium und Arbeit auch mit meiner Schrift gequält, wenn ich die Ergebnisse meiner Mühen kaum selbst entziffern konnte. Schnell entwickelte ich ein System von Abkürzungen, um meine Mitschriften effektiver zu gestalten. Ich habe es dann sehr positiv empfunden, als ich erste Computerseiten mit Tastatur festhalten konnte. Mit zunehmendem Nutzen dieses  Mediums wurde meine Schrift jedoch nicht besser, was ich jetzt schon ehrlich zugeben muss. Natürlich kann ich als Grundschullehrer durchaus die „Normschrift“ an die Tafel bringen aber das Schreiben im Alltag ist schon nicht mehr so schön anzusehen.

Warum sollen sich dann kommende Generationen mit dem Schreiben mühen, wenn es jetzt diese tollen Tastaturen oder später Spracherkennung im Alltag gibt?

Einfache Antwort:

img_1775Es geht um ein Persönlichkeitsmerkmal. Es geht um die Entwicklung von Individualität, wie die Handschrift es ist. Es geht um Chancen. Es geht um die Entwicklung und Schulung von Feinmotorik, die später auch im Berufsleben eine Rolle spielen kann. Es geht um Erfahrungen. Es geht auch um ästhetisches Empfinden. Es geht um die Entwicklung von Ausdauer, Geduld.

Diese Liste ließe sich weiterführen.

Also, mein Fazit, entgegen der Meinung der Rahmenpläne in einigen Bundesländern, die Schreibschrift muss Inhalt des Lehren und Lernens in der Schule bleiben.

Ja, und dann ging es ans Ausprobieren. Wir simulierten das Schreibenlernen mit einer vollen Wasserflasche und Handschuhen. So ähnlich erleben es die Schulanfänger, wenn sie die Stifte bändigen sollen. Probiert das mal aus: Es gab viel zu lachen. Aber es bachte die Erinnerung an die eigenen Mühen wieder und schuf erneutes Verständnis, wenn es nicht gleich klappen will.

Dass sich die Mühe mit der Schreibschrift lohnt, habe ich wieder einmal ins Gedächtnis gerufen bekommen.

 

E-learning; Lernen der Zukunft?

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In meinem Kinderbuch „Reset … und Neustart“ male ich mir aus, wie die Schule der Zukunft aussehen könnte. In (m)einer digitalisierten, vernetzten Welt lernen die Schüler zu Hause an einem Rechner in einem Netz. Es gibt Chats, in denen sie mit Mitschülern und Lehrern kommunizieren können. Ansonsten erhalten sie Aufgaben, die sie abarbeiten müssen, um ein höheres Niveau zu erreichen.

Schule, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Jeder lernt für sich allein, mit der Möglichkeit der Kommunikation im Netz.

Dass diese Zukunft schon begonnen hat, konnte ich auf der Didacta hautnah erfahren. Unter E-learning  fasst man alle Formen von Lernen zusammen, bei denen elektronische oder digitale Medien für die Präsentation und Verbreitung von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen (nach Michael Kerres). Es gibt inzwischen zahlreiche Plattformen, die zu diesem Zeck genutzt werden. Einige wurden auf der Messe vorgestellt.

Natürlich wurde auch der Nutzen verdeutlicht. Studierende Leistungssportler zum Beispiel nutzen in Trainings- und Wettkampfphasen diese Lernform, um den Lerninhalt bearbeiten zu können. Kranke Kinder oder Kinder, die in weit entfernten Gebieten aufwachsen, können so schulische Bildung erfahren. Natürlich sind in der berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung oder im Fernstudium das Lernen mit Hilfe digitaler Plattformen nicht wegzudenken.

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Wird da der Lehrer, der vor der Klasse steht, bald überflüssig? Kann die Zukunft so aussehen, dass wenige „Lehrer“ am Rechner eine Vielzahl von Schülern betreuen? (Sicher verlockend für so manchen Finanzminister.) Lernen die Schüler dann zu Hause? Und was macht das mit ihnen?

Interessante Fragen, die sich aus den technischen Möglichkeiten ergeben. Und wie schnell auf diesem Gebiet die Entwicklung voranschreitet, davon konnte ich mich überzeugen.

Nun bin ich wirklich kein Gegner der so genannten „neuen“ Medien. Aber muss man alles machen, was technisch möglich ist? Wird die Schule, wie wir sie kennen noch in Zukunft Bestand haben? Schafft sich der Beruf des Lehrers ab?

 

 

Persönliche Erinnerungen an die Didacta

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Nachdem ich wieder glücklich zu Hause gelandet bin, werde ich natürlich gefragt: „Wie war´s bei der Didacta?“. Ja, wie war´s? So richtig kann ich das gar nicht sagen: Es war auf jeden Fall groß, anstrengend, reizüberflutend.

Schon wenn man morgens gegen 8.30 Uhr in die S-Bahn steigt, begegnet einem ein Menschenknäuel, das man schnell als Pädagogen aller Gattungen ausmachen kann. Woran man das erkennt? Zunächst, dass sie stets in Gruppen zusammen auftreten. Dann ist da noch das freundliche und doch nichtssagende Lächeln, wenn sich zufällig die Blicke kreuzen. Und spätestens, wenn sie sich unterhalten: gut artikuliert, die Worte überlegend und laut. Mir, ehrlich gesagt, zu laut.

Nun mag es sein, dass meine Sinne besonders geschärft waren, schließlich stand ich abseits und allein zwischen all den Gruppen und Grüppchen. Diese Beobachtung wurde während der gesamten Messezeit bestätigt. Pädagogen scheinen nur in Horden aufzutreten. Nur ganz selten erwischt man eine einzelne Person, die aber meist nach kurzer Zeit von einer Begleitung wiedergefunden wird.

Ja und die Messe an sich: ein Stelldichein der Verlage, Möbel- und Spielehersteller und sonstiger Institutionen. Da traf sich die Polizei, Bundeswehr, Verfassungsschutz, Müslihersteller, Gewerkschaften, Tierfutterhersteller, Schulküchen-Catering, Konzerne wie Bosch oder Siemens und und und … Das ganze wird in riesigen Messehallen zusammengewürfelt: ein Duft- und Geräuschemix, dass mich das eine oder andere Mal gezwungen hat, die Außenanlagen aufzusuchen.

Was habe ich mitgenommen? Zunächst wurde ich mit Werbematerial vollgestopft. Aber ich habe erfahren, dass es viele junge Menschen gibt, die sich tagtäglich bemühen, die Bildung im Land voranzubringen. In ihrem Mühen nutzen sie gern alle möglichen Hilfsmittel, Techniken, Ideen. Sie scheinen hoch motiviert. (Es ist wirklich erstaunlich, wie alt man sich zwischen diesen jungen Gesichtern fühlt.)

Dann erfährt man bei solch einer Messe hautnah die scheinbar unüberwindliche Kluft zwischen dem, was möglich wäre, die tägliche Arbeit zu erleichtern und intersessanter zu machen und dem, was man Tag für Tag in der eigenen Schule vorfindet. Allein die Möbel, die es da so gibt: Klassenräume, von denen wir nur träumen können. Dann gibt es Technik und Spiele, die auch mich begeistern. Aber wer soll das bezahlen? Meine „Traumtafel“ zum Beispiel soll rund 5000€ kosten. Ich höre den Schulträger schon sagen: Da gibt es sicher günstigere Modelle.

Und trotzdem: Für mich war das ein unvergessliches Erlebnis, motivierend, anregend und auch Hoffnung machend bei all den jungen Menschen. Nebenbei habe ich mich natürlich auch vom „Messerabatt“ verführen lassen und einige Kleinigkeiten gekauft.

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Sternstunden einer Lehrerin

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Eigentlich hatte ich nie vor, meine Homepage mit meiner Arbeit zu füllen, eigentlich … Manchmal kann man aber nicht anders. Und ein bisschen hat meine Arbeit als Lehrerin auch Berührungspunkte mit meinem Hobby, dem Schreiben. Darum verstoße ich heute das erste Mal gegen meinen Vorsatz und wer weiß, vielleicht gefällt es auch so manchem Nichtlehrer.

Meine 3. Klasse hat mir heute eine solche Sternstunde beschert, dass ich auch euch daran teilhaben lassen möchte. Ich bin sowas von Stolz und würde gern so manchem Meckerer: „Die Jugend von heute …“ eines der tollen Ergebnisse meiner Mädchen und Jungen zuschicken wollen.

Wir haben uns mal wieder an Gedichte gewagt. Nicht solche Reimgedichte, wie wir sie von Wilhelm Busch kennen und lieben. Nein, Gedichte von Gefühlen, von Stimmungen, von Gedanken. Vielleicht bin ich auch subjektiv, wie es die Mutti ist, wenn sie von ihrem Sprößling ein selbst gemaltes Meisterwerk geschenkt bekommt. Das möge man mir aber nachsehen. Oftmals fühle ich mich auch wie eine solche, wenn ich mal wieder von „meinen“ Kindern spreche.

Nun aber genug der Vorrede. Schaut euch eine Auswahl der Werke selbst an! Genießt sie, lasst sie wirken! Vielleicht könnt ihr mich dann verstehen.

img_17061              img_17091   img_17081b              img_17071

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Ich könnte platzen. Aus allen Nähten könnte ich platzen vor Wut. Meine Hände ballen sich zur Faust. Meine Stimme brüllt. Mein Herz zittert. Ich fühle mich wütend, weil du mich beschuldigt hast.

Ich könnte platzen. Aus allen Nähten könnte ich platzen vor Wut. Meine Hände ballen sich zur Faust. Meine Stimme brüllt. Mein Herz zittert. Ich fühle mich wütend, weil du mich beschuldigt hast.

Ich fliege zur Didacta

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Die Bildungsmesse             Ja, richtig, ich fliege zur Didacta.

Für alle Nichtlehrer: Die Didacta ist die weltgrößte Bildungsmesse. Sie findet in diesem Jahr vom 14. bis 18. Februar in Stuttgart statt und bietet  Angebote von rund 900 Ausstellern und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm. Sie richtet sich an Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Personalentwickler.

Und nun fliege ich dorthin. Direkte Luftlinie sind das immerhin 468.89 km und die Fahrroute beträgt 618 km. Damit sich die Tour auch lohnt, werde ich 3 Tage Zeit haben, die Messe zu besuchen. Ich freue mich und werde sicher mindestens einen Beitrag über meine Erlebnisse veröffentlichen.

Wer jetzt schon mehr erfahren möchte:

http://www.messe-stuttgart.de/didacta

 

 

 

 

Warum auch Erwachsene Kinderbücher lesen sollten

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In den Ferien habe ich Muße und Zeit, neben dem Schreiben und Lesen auch die Weiten des Internets nach interessanten Beiträgen zu durchforsten. So stieß ich auf einen Beitrag im buchkind-blog von Dagmar. Nun ist dieser zwar schon 2014 entstanden, hat aber meiner Meinung nach nichts an Aktualität eingebüßt.

Unter dem Titel „7 gute Gründe, als Erwachsener Kinderbücher zu lesen“ trifft Dagmar voll meinen Geschmack. Im Folgenden will ich ihre Gründe nennen. Wer die zugehörigen Erklärungen, die frech und witzig formuliert sind, genießen möchte, schaut auf der Seite direkt nach:

http://buchkind-blog.de/kinderbuecher-7-gute-gruende-fuer-erwachsene/

Und nun die 7 Gründe:

„1. In Kinderbüchern werden einfach die besseren Geschichten erzählt.“

„2. Kinderbücher machen mehr Spaß,…“

„3. Bei Kinderbüchern kann ich sofort loslesen.“

„4. Kinderbücher lesen hält jung.“

„5. Kinderbücher haben die schöneren Illustrationen.“

„6. Kinderbücher sind schön kurz.“

„7. Als Erwachsener kann man lesen, worauf man Lust.“

Und, welcher Grund trifft für dich zu? Oder hast du einen anderen Grund, Kinderbücher zu lesen? Ich würde mich freuen, wenn ich die Liste erweitern könnte.

 

Wie die Illustrationen entstanden

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Die Illustrationen zu meinem zweiten Kinderbuch „Reset … und Neustart“ regen zu vielen Diskussionen und Fragen an. In meinem letzten Beitrag habe ich einige Bilder veröffentlicht. Daraus resultieren Fragen, die ich heute beantworten will.

Die meisten Leser wollen wissen, wie es zu den Illustrationen kam. Da im Buch unter Cover und Illustration Andreas und Sabrina Otte stehen, ist es kein Geheimnis, dass wir selbst die Bebilderung vornahmen. Begonnen hat alles mit einigen Bleistiftskizzen für das Cover. Immer wieder probierte ich einen Computer mit möglichst wenigen Strichen zu illustrieren, um darin den Titel zu platzieren. Da ich kein Kunstgenie bin und eigentlich nicht besonders schön zeichen kann, misslangen viele Versuche. So lagen im Wohnzimmer viele Blätter mehr oder weniger misslungener Bilder herum. Als mein Mann dann die Proben sah, nahm auch er den Bleistift in die Hand und versuchte sich.

Ich muss zugeben, dass er es besser versteht, exakt und genau zu zeichnen. Seine „Werke“ könnt ihr auf der Homepage schon seit längerer Zeit bewundern. Und so begann das gemeinsame Zeichnen. Ich hatte so meine Vorstellungen bzw. Assoziationen, probierte und mein Mann griff einige auf, um sie richtig zu zeichnen. Die Bilder landeten erst einmal auf dem Schreibtisch. Zu diesem Zeitpunkt war ich intensiv mit dem Korrekturlesen und Überarbeiten beschäftigt.

Dann war der Text probegelesen, überarbeitet, wieder gelesen und die Illustrationen mussten fertig werden. Die alten Zeichenproben wurden hervorgeholt. Aber sie gefielen mir nicht mehr so recht. Ich wollte den Neuanfang mehr verdeutlicht wissen. Da fiel mir ein, dass wir früher in der Schule mit Kohlestiften gezeichnet hatten. Also Kohlestifte. Nachdem ich einige Läden ohne Erfolg aufgesucht hatte, fand ich meine Stifte, die es übrigens in unterschiedlichsten Dicken gibt. Zu Hause ging es dann gleich ans Herumprobieren. Die Ergebnisse überzeugten mich. Mein Mann beteiligte sich an dem Zeichnen und so entstand eine Unzahl an Proben und verschiedensten Illustrationen.

Nun mussten die Bilder digitalisiert werden. Beim Einscannen musste ich erst die schmerzhafte Erfahrung machen, dass die Kohle wunderbar auf dem Glas verschmiert und dabei Schmutz hinterlässt. So waren die ersten Bilder verschmiert und unbrauchbar. Also wurde neu gezeichnet und digitalisiert.

Viele Bilder fanden so den Weg auf meinen Laptop. Dann hieß es auswählen, in den Text einfügen, formatieren. Dazwischen wurde immer wieder korrigiert, verändert, neu ausgewählt. Jeder, der schon einmal eine Hausarbeit schreiben musste oder ähnliches, kennt sicher diese Momente. Man wünscht sich, endlich fertig zu werden, findet aber immer wieder neue veränderungswürdige Wörter, Absätze, Überschriften, Bilder und und und … Wenn man sich nicht irgendwann zwingt, nun alles so zu lassen, wie es ist, würde man ewig daran arbeiten, um das optimale Ergebnis zu finden. So ergeht es mir auch jedes Mal, wenn ich glaube, eine Geschichte, ein Gedicht, ein Buch ist fertig.

Aber irgendwann beschloss ich, einen Schlussstrich zu ziehen. Und so habt ihr das vorliegende Buch zum Lesen.

Wie schnell die Zeit vergeht …

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Sicher erinnert ihr euch noch an die Aufregung und mein Herzklopfen vor meiner ersten Buchlesung im Rahmen des Kleinkunstfestivals in Brandenburg an der Havel. Einige Impressionen von diesem Ereignis kann man auch auf der Homepage des Festival finden.

 

http://www.kleinkunst-brandenburg.de/rueckblick-1-3-oktober-2016/

Nun gehen die emsigen Macher dieser Veranstaltungsreihe in das neue Jahr und beginnen mit der Planung.

Das Brandenburger Kleinkunstfestival findet in diesem Jahr vom 29.09. bis 1.10.2017 statt.

Also haltet euch die Termine frei! Sicher findet auch ihr etwas für euren Geschmack bei all den tollen Mitwirkenden. Vielleicht bin auch ich wieder mit dabei?!

Illustrationen – ein kleiner Vorgeschmack

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Nach der Veröffentlichung meines Buches „Reset … und Neustart“ erhielt ich recht unterschiedliche Reaktionen auf das Cover und die Illustrationen im Buch. Besonders das Cover wird kontrovers diskutiert. Einige Leser loben die Schlichtheit und Einfachheit des Umschlags. Sie empfinden Übereinstimmung zum Thema des Buches und genießen auch gerade die Schwarz-Weiß-Gestaltung in der sonst so bunten Medienwelt. Anderen ist das Cover zu schlicht, nicht auffallend genug. Sie können mit den Illustrationen nicht so viel anfangen.

Ich möchte mich an den Diskussionen nicht weiter beteiligen. Ich empfinde es jedoch als Bestätigung, dass ein solches Cover anregt zu Diskussionen und eigenen Vermutungen. Was kann ich mir mehr wünschen als Autor?

Natürlich erweitert sich diese Diskussion auch auf die Illustrationen im Buch. In diesem Zusammenhang wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass in der Leseprobe keine Illustrationen abgebildet sind. Als ich die Leseprobe erstellte, nahm ich den Begriff „Lese“-probe wörtlich und war mir nicht bewusst, dass auch die Illustrationen Neugierde wecken können. Daher habe ich mich entschlossen, heute einige, wie ich finde, interessante, Bilder zu veröffentlichen.

Ich bin gespannt, welche Reaktionen diese hervorrufen, wenn sie aus dem Kontext gerissen, hier Veröffentlichung finden. Ich freue mich auf eure Kommentare.

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