Ferienlektüre

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Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieser Beitrag enthält WERBUNG. Genau genommen ist er eine WERBUNG.

Es gibt Dinge, für die es sich einfach lohnt zu werben: eine gute Frisörin, ein guter Physiotherapeut, eine schöne Veranstaltung, tolle Künstler … Bei mir geht es heute jeoch um ein Buch bzw. einen Autor: Dr. med. Michael Winterhoff.

Aber der Reihe nach:

Zu Beginn der Ferien habe ich von meiner lieben Kollegin ein Buch geschenkt bekommen, Ferienlektüre. Ich habe mich sehr gefreut, denn ich nutze die Ferien gern zum Schmökern. Es entspannt mich und lenkt meine Gedanken weg von der Arbeit. Als ich jedoch den Titel las, zweifelte ich: Deutschland verdummt – Wie das Bildungssystem die Zukunft unserer Kinder verbaut.

Das klingt nicht nach ruhigen Schmökerstunden und Kopf weg von Schule. Aber irgendwie war meine Neugier geweckt. Also fing ich auch gleich an, mich dem Buch zu widmen und konnte es in den letzten Tagen kaum aus den Händen legen und aus dem Kopf bekommen.

Was fesselte mich so? In diesem Buch werden meine Erfahrungen, Beobachtungen und Ansichten zu unserem System Schule so anschaulich und klar beschrieben , dass ich immer wieder vor mich hin schmunzeln musste und die Ausführungen des Autors nur bestätigen kann. Nebenbei erklärt Dr. Winterhoff Ursachen und Folgen dieser Entwicklungen im Bildungssystem und bestätigt mich in meinen persönlichen Ansichten und Vorstellungen vom System Schule.

Kernaussagen des Buches:

  • Kinder brauchen Orientierung und klare Strukturen
  • „Die Psyche der Kinder zu entwickeln muss an allererster Stelle stehen; dies ist die erste Priorität.“

Nachdem ich das Buch geradezu verschlungen hatte, wurde ich neugierig und bestellte mir sofort ein älteres Buch des Psychologen: Warum unsere Kinder Tyrannen werden – Oder: Die Abschaffung der Kindheit.

In diesem bereits 2008 erschienenen Buch geht es eher um die Verantwortung der Eltern und Familie für die Entwicklung der Kinder; ein tolles Buch für Eltern und solche, die es werden wollen.

FAZIT:

Ich danke meiner Kollegin für die tolle Anregung. Natürlich habe ich schon von den Ansichten Dr. Winterhoffs gehört, besonders, als seine ersten Werke durch die Presse gingen. Aber das Buch in der Hand zu halten, nachschagen zu können und konkret alle Ansichten zu lesen (ohne Kommentar, quasi aus erster Hand), haben meine Sichtweise erweitert. Anderseits fühle ich mich stark bestätigt, meine Arbeit, manchmal auch gegen die Ansichten von Politik, Eltern, Schulleitern oder Kollegen nach meinen Vorstellungen fortzuführen und weiter darum zu kämpfen, dass der gesunde Menschenverstand auch in der Bildung und Erziehung wieder mehr in den Vordergrund rückt.

Ich möchte die Werke von Dr. Winterhoff allen ans Herz legen, die sich um unsere Kinder sorgen, egal ob aus familiären oder beruflichen Gründen.

Das Sie

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Das neue Schuljahr hat begonnen. Die Minimas luchsen aus ihrem Versteck und beobachten die Schüler. „Die haben sich aber verändert“, staunt Pop, „dabei waren es doch nur sechs Wochen Ferien.“ „Ja“, erwidert Geos und schiebt sich seine große Brille auf der Nase zurecht, „jetzt sind es keine Schulanfänger mehr. Jetzt sind es richtige Schulkinder.“ Da kommt Spurti angerauscht. „Natürlich sind es Schulkinder, sonst würden sie ja nicht in die Schule gehen“, mischt er sich in das Gespräch seiner Freunde ein.

Dann gesellt er sich zu den anderen Minimas und beobachtet mit ihnen das Geschehen:

Die Kinder spielen, wie immer vor Beginn des Unterrichts. Heute, am ersten Tag nach den Ferien haben sie sich besonders viel zu erzählen. Es ist recht lebhaft in der Klasse. Frau Fröhlich räumt noch einige Sachen umher. Da läuft Moni, das Mädchen mit den langen Zöpfen, zu Frau Fröhlich und fragt: „Kannst du mir bitte mal den Zopf neu binden? Der Gummi ist herausgerutscht.“ Frau Fröhlich schaut Moni an. Es sieht aus, als möchte sie etwas sagen. Dann nimmt sie jedoch ohne ein Wort den Gummi aus der Hand des Mädchens und bindet einen neuen Zopf.

Kurze Zeit später hören die Minimas, wie Peter zu Frau Fröhlich sagt: „Kannst du mir mal bitte die Federtasche aufmachen? Der Reißverschluss klemmt.“ Wieder sieht Frau Fröhlich das Kind merkwürdig an, sagt aber nichts und hilft dem Jungen beim Öffnen der Federtasche.

„Was ist denn mit Frau Fröhlich los?“, wundert sich Pico, „Warum schaut sie denn die Kinder so komisch an? Die haben doch ganz nett gefragt.“ Schnell fügt er hinzu: „Und Bitte haben sie auch gesagt.“ Alle Kobolde schauen zu Geos. Ob er eine Antwort weiß?

Könnt ihr euch vorstellen, warum Frau Fröhlich so komisch reagiert hat ?

Nach einiger Zeit ruft Frau Fröhlich zur Ruhe und alle Kinder gehen an ihren Platz. Nach der Begrüßung setzen sich alle Kinder und schauen sie gespannt an. Auch die Minimas sind gespannt, was die Lehrerin zu sagen hat.

Doch heute beginnt sie nicht mit dem Ablauf des Tages. Sie setzt sich auf ihren Stuhl und schaut in die Runde. Alle warten, was nun kommt. Spurti springt schon von einem Bein auf das nächste. Die Ruhe in der Klasse ist fast beängstigend.

Dann setzt Frau Fröhlich sich gerade hin und beginnt: „Ihr seid jetzt schon richtig große Schulkinder und nicht mehr die Kleinen.“ Die Kinder nicken und strahlen die Lehrerin an. Doch Frau Fröhlich spricht weiter: „Aber einige von euch reden noch mit mir, wie kleine Kinder es machen.“ Nun wird es etwas unruhig in der Klasse. Auch die Minimas schauen sich fragend an. Doch Frau Fröhlich fährt ruhig fort. „Ja, einige von euch reden mit mir, wie kleine Kinder.“ Wieder macht sie eine Pause. Dann fährt sie fort: „Ihr habt gelernt Bitte und Danke zu sagen, doch wenn man mit einem Erwachsenen spricht, sollte man noch etwas beachten.“ Nun tuscheln die Kinder miteinander. „Was meint Frau Fröhlich?“, platzt es aus Spurti heraus. Noch bevor Geos antworten kann, ruft Nico in die Klasse: „Sie!“ Alle drehen sich zu Nico um. Dieser macht sich groß und wiederholt bestimmt: „Sie!“ Die Kinder verstehen nicht. Da erklärt der Junge: „Man sagt Sie zu Erwachsenen.“ Die gesamte Klasse schaut zu Frau Fröhlich. Dann erklärt sie lächelnd. „Ja, Nico hat recht. Man sagt zu Erwachsenen Sie … und ich bin doch ein Erwachsener?“ Einige Kinder lachen. „Na, klar.“

„Also“, fast Fröhlich zusammen, „ich würde mich freuen, wenn ihr großen Schulkinder jetzt Sie zu mit sagt.“ Mit einem Lächeln fügt sie hinzu: „Einige machen das ja schon aber machen fällt es noch schwer. Ich werde euch jetzt immer daran erinnern, wenn ihr mal wieder Du sagt.“

Die Minimas staunen. Sagt man zu Erwachsenen Sie? Pico schaut Geos fragend an: „Müssen wir auch Sie zu jemandem sagen?“ „Wir doch nicht“, ruft Spurti dazwischen, „Wir sind doch doch die Minimas.“

Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.

Drei Mäuschen – vier Freunde

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Heute möchte ich eine kleine Zählgeschichte vorstellen, die ich gern in der 1. Klasse zum Zählen und als Fingerspiel einsetze.

 

Drei Mäuschen – vier Freunde

Drei kleine Mäuschen – 1, 2, 3

fanden ein kleines Entenei.

Da bricht die Schale knirsch und krach

Ein Entchen kommt zum Vorschein und ist noch schwach.

Die Mäuschen staunen – 1, 2, 3

jetzt ist das Entchen endlich frei.

Das Entlein will spielen, so wie wir

nun sind wir Freunde – 1, 2, 3, 4.

Gern machen die Kinder dazu Bewegungen. Sie zählen mit und zeigen die Anzahl 3 bzw. 4. Man kann natürlich auch andere Fingerübungen hinzufügen.

Als Download findet ihr das Fingerspiel unter:

Die kleinen Weidenkätzchen

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Die kleinen Weidenkätzchen

„Die kleinen Weidenkätzchen an ihrem Weidenbaum,
die strecken ihre Tätzchen im ersten Frühlingstraum.
Die Sonne hat geschienen, da blühten sie voll Pracht.
Es kamen all die Bienen und zogen süßen Saft.

 

Sie bauen gold’ne Waben in ihrem Bienenhaus
und können Honig haben aus jedem Weidenstrauß.
 
Weil wir gern Honig essen – ich gerade so wie du,
drum lassen wir indessen die Kätzchen schön in Ruh‘.“[1]

 

Als die Minimas in der Klasse das Lied hören, kommen sie ganz leise aus ihren Verstecken. Verzaubert hören sie den Kindern zu.

„Ein schönes Lied“, schwärmt Pop. „Richtig schön!“

„Ja, und so klug!“, erwidert Geos.

„Wie kann ein Lied klug sein?“, wundert sich der Pop.

 

Wie kann ein Lied klug sein?

 

 

[1] Weise: Krauthoff, Irmgard [Deutschland]

Dichter : Kraeger, Johanna (geb. 1910) [Deutschland]

Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.

 

Vom kleinen quietsch – roten Ball

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Wie bereits angekündigt, werde ich neben den Minimas-Geschichten weitere kleine Produkte meiner Fantasie veröffentlichen. Heute möchte ich mit der Geschichte „Vom kleinen quietsch – roten Ball“ beginnen.

Vom kleinen quietsch- roten Ball

Ein Ball, ein kleiner quietsch-roter Ball liegt auf einer Wiese, allein und verlassen. Wer hatte ihn dort vergessen?

Da kommt Igel Stachelkleid des Weges und sieht den Ball, den kleinen quietsch- roten Ball. Kann ich dich essen? Aber der Ball schmeckt nicht nach Apfel, er schmeckt gar nicht. Igel Stachelkleid stupst den Ball mit seinem Näschen davon. Der Ball, der kleine quietsch- rote Ball rollt davon.

Er rollt und rollt – kreuz und quer,

Rollen fällt ihm gar nicht schwer.

Kurz vor einem steinigen Abhang bleibt der Ball liegen.

Da kommt Häschen Hoppelhopp des Weges und sieht den Ball, den kleinen quietsch – roten Ball. Kann ich dich essen? Aber der Ball schmeckt nicht nach Möhren, er schmeckt gar nicht. Häschen Hoppelhopp springt über den Ball und trifft ihn mit seinen Hinterläufen. Der Ball, der kleine quietsch – rote Ball springt davon.

Er hüpft und hüpft – auf und nieder,

Hüpfen kann er immer wieder.

An einer Bordsteinkante bleibt der Ball liegen.

Da kommt Rabe Schwarzfeder des Weges und sieht den Ball, den kleinen quietsch – roten Ball. Kann ich dich essen? Aber der Ball schmeckt nicht nach Nuss, er schmeckt gar nicht. Rabe Schwarzfeder nimmt den Ball in den Schnabel und fliegt davon. Der Ball, der kleine quietsch- rote Ball aber fällt aus seinem Schnabel.

Er fliegt und fliegt – hinab auf Erden,

Flieger kann der Ball nun auch noch werden.

In einem Sandkasten bleibt er liegen.

In einem Sandkasten auf dem Spielplatz in der kleinen Stadt liegt nun der kleine quietsch- rote Ball. Wer wird ihn finden?

Als Download findet ihr die Geschichte unter:

 

 

Neue Ideen

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Mit den Minimas fing alles an … und sie lassen mich auch nicht los. In meiner Arbeit als Lehrerin begegnen mir immer wieder Situationen, die die Kobolde auf den Plan rufen. Auch die Kinder fordern neue Geschichten, ebenso einige liebe Kolleginnen. So wächst die Zahl der Erlebnisse mit den Minimas immer weiter, wie ja auch hier zu verfolgen ist.

Dann folgten relativ schnell die beiden nächsten Kinderbücher „Reset … und Neustart“ und „Mach´s gut, mein Jung“. Diese Geschichten schlummerten, ebenso wie die Minimas, schon lange auf dem Laptop und warteten nur auf eine Veröffentlichung. Neben diesen größeren Projekten schlummern aber noch viele kleine Geschichten auf dem Laptop und in meinem Kopf.

Nun denke ich ist es an der Zeit, auch die eine oder andere Kurzgeschichte der Öffentlichkeit Preis zu geben. Dabei handelt es sich um Geschichten für Kinder unterschiedlichsten Alters, die mir einfach mal in den Sinn kamen. So werde ich eine neue Rubrik erföffnen, die ich „Dies und Das“ nennen werde. Natürlich werden darunter Kindergeschichten sein. Es wird auch Reime, Fingerspiele und Kurzerzählungen darunter geben, ein bunter Mix der Fantasie. Bunt, wie unsere Kinder, bunt wie die Welt aus der Sicht der Kinderaugen, bunt wie das Leben.

 

Eine Liebeserklärung der anderen Art

Ich lebe und wohne in einer kleinen Stadt, eine Stadt am Rande und im Schatten der großen Landeshauptstadt Potsdam und der Hauptstadt Berlin. Potsdam mit  Schloss und Park Sanssouci hat sich zum Speckgürtel Berlins entwickelt, gilt als hip und wird gern von vielen als Wohnort gewählt. Und Berlin ist natürlich unschlagbar; lebendig, modern, … Großstadt.

Meine kleine Stadt steht, wie bereits gesagt, im Schatten dieser Metropolen. Und doch hat sich auch bei uns viel getan. Als Bewohner der Stadt nimmt man diese Veränderungen kaum war. Gern meckert man, weil dieses oder jenes nicht so ist, wie in großen Städten. Man sieht verfallene Häuser, fehlende Kultur …

Und dann kommt jemand aus er großen Stadt Berlin zu uns in die Provinz und … öffnet einem die Augen; zeigt, wie schön doch das kleine Städtchen ist, mit den Augen eines Besuchers, eines Gastes, eines Touristen.

… und mit den Augen dieses Besuchers betrachtet, verändert sich die Sichtweise und es entwickelt sich die Erkenntnis (die ja eigentlich schon lange im Herzen schlummert): Ich liebe diese Stadt. Hier gehöre ich hin.

Vielleicht wollt auch ihr eure Sichtweise einmal überprüfen:

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/48-stunden-brandenburg-reichen-100-euro-fuer-ein-wochenende-in-der-kleinen-havelstadt/23825648.html

Ein schönes neues Jahr

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Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt. Die Minimas haben den Jahreswechsel  gemeinsam verbracht. Sie haben die Schule mit Girlanden verschönert und tanzten durch die Flure. Mit einer Polonaise sind sie durch das ganze Schulhaus getobt.

Wie auch die Menschenkinder blieben die sechs Freunde lange wach  und erfreuten sich besonders an dem Feuerwerk. Nach Mitternacht sind sie auf den Boden des alten Schulgebäudes geklettert  und haben durch die Dachfenster weit über die Straßen schauen können. Wie schön erhellten die roten, blauen, gelben und goldenen Blitze der Raketen den nächtlichen Himmel! So manches „Aaaaahhhhh!“ oder „Oooooohhh!“ kam aus ihren Mündchen. Selbst Plapps war ob der Schönheit kurzzeitig sprachlos.

Heute ist es aber wieder einmal so weit. Die Schüler kommen in die Schule. Die Ferien sind vorbei. Als Geos morgens erwacht, findet er seine Freunde nicht in ihrem Versteck. Was stellen die Kobolde nun schon wieder an? Schnell setzt er seine große Brille auf und macht sich auf die Suche. Wo stecken die fünf nur? Geos flitzt durch die Flure und schaut in jeden Klassenraum. Dann hört er Stimmen. Schnell folgt er diesen und entdeckt endlich, wie sollte es auch anders sein, seine Freunde im Klassenraum von Frau Fröhlich.

„Was macht ihr denn hier? Habt ihr vergessen, dass heute wieder die Schule beginnt? Die ersten Lehrer habe ich schon gesehen. Gleich wird Frau Fröhlich hier sein.“, schimpft er die Kobolde aus. Spurti will sich gerade rechtfertigen, als Geos sie erneut anherrscht: „Scht! Hört ihr das? Frau Fröhlich kommt! Los, weg hier!“

Schnell machen sich die Minimas unsichtbar und schon steht Frau Fröhlich lachend in der Tür. Sie freut sich auf den Jahresbeginn mit ihrer Klasse. Doch was ist das? Auf der Tafel ist ein buntes Bild gemalt. Halblaut liest sie, was dort steht.

Doch da fehlt doch etwas! Wisst ihr was die Minimas vergessen habe

          

 Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.

 

Gute Vorsätze

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Für das neue Jahr nimmt man sich traditionell ja immer etwas vor. Eigentlich halte ich davon nicht viel. Ich bin da eher pragmatisch. Die meisten Vorsätze sind nach ein paar Tagen vergessen. Und, wenn ich wirklich eine Angewohnheit oder vielleicht auch mein Leben generell ändern will, kann ich das auch am 1. April oder 24. August.

Für das nächste Jahr nehme ich mir aber doch etwas vor: In letzter Zeit habe ich das Schreiben hier doch sehr vernachlässigt. Wie die meisten unter uns, hatte ich auch gute Gründe: viel zu tun, weniger Zeit … Es gibt ja immer genug Ausreden.

Im neuen Jahr möchte ich aber wieder mehr öffentlich aktiv werden. In meinem Kopf und auf dem Laptop schlummern schon einige kleine Geschichten, die sich veröffentlichen lassen. Und vielleicht entsteht dabei wieder ein neues größeres Projekt, mal sehen …

Ich wünsche allen, einen guten Rutsch und, wenn es Vorsätze sein müssen, dann die Kraft und Ausdauer, diese auch umsetzen zu können.

 

Kindermund …

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Als Grundschullehrerin erlebt man schon so einiges. Besonders gern schmunzle ich immer wieder über den (oft ungewollten) Wortwitz unserer Kinder. Heute mal einige Beispiele (Die Namen sind natürlich geändert):

„Frau Otte, du hast doch gesagt, dass das Hausaufgabenheft das wichtigste ist, was wir haben.“ … Nach kurzem Nachdenken fügt Max hinzu: „Aber die Gesundheit ist doch wichtiger.“

Im Deutschunterricht sprechen wir über Einzahl und Mehrzahl. „Wie heißt die Mehrzahl von das Gras?“, will ich wissen. Miriam meldet sich und antwortet siegesbewusst: „die Wiese.“

„Frau Otte, mein Vati hat heute Geburtstag. Er ist jetzt 54 Jahre … und er lebt immer noch.“

„Frau Otte, mein Vati hat heute Geburtstag“, verkündet Mia stolz. „Oh, hast du ihm denn auch schon etwas geschenkt?“, will ich wissen. „Ich nicht aber Mutti“, antwortet das Mädchen und fügt gleich hinzu, „Mutti hat sich ein neues Nachthemd gekauft.“ Ich staune und frage nach: „Mutti hat sich ein neues Nachthemd gekauft? Ich denke dein Vati hat Geburtstag.“ „Ja“, meint Mia selbstverständlich, „so haben beide etwas davon.“