Drei Mäuschen – vier Freunde

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Heute möchte ich eine kleine Zählgeschichte vorstellen, die ich gern in der 1. Klasse zum Zählen und als Fingerspiel einsetze.

 

Drei Mäuschen – vier Freunde

Drei kleine Mäuschen – 1, 2, 3

fanden ein kleines Entenei.

Da bricht die Schale knirsch und krach

Ein Entchen kommt zum Vorschein und ist noch schwach.

Die Mäuschen staunen – 1, 2, 3

jetzt ist das Entchen endlich frei.

Das Entlein will spielen, so wie wir

nun sind wir Freunde – 1, 2, 3, 4.

Gern machen die Kinder dazu Bewegungen. Sie zählen mit und zeigen die Anzahl 3 bzw. 4. Man kann natürlich auch andere Fingerübungen hinzufügen.

Als Download findet ihr das Fingerspiel unter:

Die kleinen Weidenkätzchen

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Die kleinen Weidenkätzchen

„Die kleinen Weidenkätzchen an ihrem Weidenbaum,
die strecken ihre Tätzchen im ersten Frühlingstraum.
Die Sonne hat geschienen, da blühten sie voll Pracht.
Es kamen all die Bienen und zogen süßen Saft.

 

Sie bauen gold’ne Waben in ihrem Bienenhaus
und können Honig haben aus jedem Weidenstrauß.
 
Weil wir gern Honig essen – ich gerade so wie du,
drum lassen wir indessen die Kätzchen schön in Ruh‘.“[1]

 

Als die Minimas in der Klasse das Lied hören, kommen sie ganz leise aus ihren Verstecken. Verzaubert hören sie den Kindern zu.

„Ein schönes Lied“, schwärmt Pop. „Richtig schön!“

„Ja, und so klug!“, erwidert Geos.

„Wie kann ein Lied klug sein?“, wundert sich der Pop.

 

Wie kann ein Lied klug sein?

 

 

[1] Weise: Krauthoff, Irmgard [Deutschland]

Dichter : Kraeger, Johanna (geb. 1910) [Deutschland]

Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.

 

Vom kleinen quietsch – roten Ball

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Wie bereits angekündigt, werde ich neben den Minimas-Geschichten weitere kleine Produkte meiner Fantasie veröffentlichen. Heute möchte ich mit der Geschichte „Vom kleinen quietsch – roten Ball“ beginnen.

Vom kleinen quietsch- roten Ball

Ein Ball, ein kleiner quietsch-roter Ball liegt auf einer Wiese, allein und verlassen. Wer hatte ihn dort vergessen?

Da kommt Igel Stachelkleid des Weges und sieht den Ball, den kleinen quietsch- roten Ball. Kann ich dich essen? Aber der Ball schmeckt nicht nach Apfel, er schmeckt gar nicht. Igel Stachelkleid stupst den Ball mit seinem Näschen davon. Der Ball, der kleine quietsch- rote Ball rollt davon.

Er rollt und rollt – kreuz und quer,

Rollen fällt ihm gar nicht schwer.

Kurz vor einem steinigen Abhang bleibt der Ball liegen.

Da kommt Häschen Hoppelhopp des Weges und sieht den Ball, den kleinen quietsch – roten Ball. Kann ich dich essen? Aber der Ball schmeckt nicht nach Möhren, er schmeckt gar nicht. Häschen Hoppelhopp springt über den Ball und trifft ihn mit seinen Hinterläufen. Der Ball, der kleine quietsch – rote Ball springt davon.

Er hüpft und hüpft – auf und nieder,

Hüpfen kann er immer wieder.

An einer Bordsteinkante bleibt der Ball liegen.

Da kommt Rabe Schwarzfeder des Weges und sieht den Ball, den kleinen quietsch – roten Ball. Kann ich dich essen? Aber der Ball schmeckt nicht nach Nuss, er schmeckt gar nicht. Rabe Schwarzfeder nimmt den Ball in den Schnabel und fliegt davon. Der Ball, der kleine quietsch- rote Ball aber fällt aus seinem Schnabel.

Er fliegt und fliegt – hinab auf Erden,

Flieger kann der Ball nun auch noch werden.

In einem Sandkasten bleibt er liegen.

In einem Sandkasten auf dem Spielplatz in der kleinen Stadt liegt nun der kleine quietsch- rote Ball. Wer wird ihn finden?

Als Download findet ihr die Geschichte unter:

 

 

Neue Ideen

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Mit den Minimas fing alles an … und sie lassen mich auch nicht los. In meiner Arbeit als Lehrerin begegnen mir immer wieder Situationen, die die Kobolde auf den Plan rufen. Auch die Kinder fordern neue Geschichten, ebenso einige liebe Kolleginnen. So wächst die Zahl der Erlebnisse mit den Minimas immer weiter, wie ja auch hier zu verfolgen ist.

Dann folgten relativ schnell die beiden nächsten Kinderbücher „Reset … und Neustart“ und „Mach´s gut, mein Jung“. Diese Geschichten schlummerten, ebenso wie die Minimas, schon lange auf dem Laptop und warteten nur auf eine Veröffentlichung. Neben diesen größeren Projekten schlummern aber noch viele kleine Geschichten auf dem Laptop und in meinem Kopf.

Nun denke ich ist es an der Zeit, auch die eine oder andere Kurzgeschichte der Öffentlichkeit Preis zu geben. Dabei handelt es sich um Geschichten für Kinder unterschiedlichsten Alters, die mir einfach mal in den Sinn kamen. So werde ich eine neue Rubrik erföffnen, die ich „Dies und Das“ nennen werde. Natürlich werden darunter Kindergeschichten sein. Es wird auch Reime, Fingerspiele und Kurzerzählungen darunter geben, ein bunter Mix der Fantasie. Bunt, wie unsere Kinder, bunt wie die Welt aus der Sicht der Kinderaugen, bunt wie das Leben.

 

Eine Liebeserklärung der anderen Art

Ich lebe und wohne in einer kleinen Stadt, eine Stadt am Rande und im Schatten der großen Landeshauptstadt Potsdam und der Hauptstadt Berlin. Potsdam mit  Schloss und Park Sanssouci hat sich zum Speckgürtel Berlins entwickelt, gilt als hip und wird gern von vielen als Wohnort gewählt. Und Berlin ist natürlich unschlagbar; lebendig, modern, … Großstadt.

Meine kleine Stadt steht, wie bereits gesagt, im Schatten dieser Metropolen. Und doch hat sich auch bei uns viel getan. Als Bewohner der Stadt nimmt man diese Veränderungen kaum war. Gern meckert man, weil dieses oder jenes nicht so ist, wie in großen Städten. Man sieht verfallene Häuser, fehlende Kultur …

Und dann kommt jemand aus er großen Stadt Berlin zu uns in die Provinz und … öffnet einem die Augen; zeigt, wie schön doch das kleine Städtchen ist, mit den Augen eines Besuchers, eines Gastes, eines Touristen.

… und mit den Augen dieses Besuchers betrachtet, verändert sich die Sichtweise und es entwickelt sich die Erkenntnis (die ja eigentlich schon lange im Herzen schlummert): Ich liebe diese Stadt. Hier gehöre ich hin.

Vielleicht wollt auch ihr eure Sichtweise einmal überprüfen:

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/48-stunden-brandenburg-reichen-100-euro-fuer-ein-wochenende-in-der-kleinen-havelstadt/23825648.html

Ein schönes neues Jahr

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Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt. Die Minimas haben den Jahreswechsel  gemeinsam verbracht. Sie haben die Schule mit Girlanden verschönert und tanzten durch die Flure. Mit einer Polonaise sind sie durch das ganze Schulhaus getobt.

Wie auch die Menschenkinder blieben die sechs Freunde lange wach  und erfreuten sich besonders an dem Feuerwerk. Nach Mitternacht sind sie auf den Boden des alten Schulgebäudes geklettert  und haben durch die Dachfenster weit über die Straßen schauen können. Wie schön erhellten die roten, blauen, gelben und goldenen Blitze der Raketen den nächtlichen Himmel! So manches „Aaaaahhhhh!“ oder „Oooooohhh!“ kam aus ihren Mündchen. Selbst Plapps war ob der Schönheit kurzzeitig sprachlos.

Heute ist es aber wieder einmal so weit. Die Schüler kommen in die Schule. Die Ferien sind vorbei. Als Geos morgens erwacht, findet er seine Freunde nicht in ihrem Versteck. Was stellen die Kobolde nun schon wieder an? Schnell setzt er seine große Brille auf und macht sich auf die Suche. Wo stecken die fünf nur? Geos flitzt durch die Flure und schaut in jeden Klassenraum. Dann hört er Stimmen. Schnell folgt er diesen und entdeckt endlich, wie sollte es auch anders sein, seine Freunde im Klassenraum von Frau Fröhlich.

„Was macht ihr denn hier? Habt ihr vergessen, dass heute wieder die Schule beginnt? Die ersten Lehrer habe ich schon gesehen. Gleich wird Frau Fröhlich hier sein.“, schimpft er die Kobolde aus. Spurti will sich gerade rechtfertigen, als Geos sie erneut anherrscht: „Scht! Hört ihr das? Frau Fröhlich kommt! Los, weg hier!“

Schnell machen sich die Minimas unsichtbar und schon steht Frau Fröhlich lachend in der Tür. Sie freut sich auf den Jahresbeginn mit ihrer Klasse. Doch was ist das? Auf der Tafel ist ein buntes Bild gemalt. Halblaut liest sie, was dort steht.

Doch da fehlt doch etwas! Wisst ihr was die Minimas vergessen habe

          

 Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.

 

Gute Vorsätze

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Für das neue Jahr nimmt man sich traditionell ja immer etwas vor. Eigentlich halte ich davon nicht viel. Ich bin da eher pragmatisch. Die meisten Vorsätze sind nach ein paar Tagen vergessen. Und, wenn ich wirklich eine Angewohnheit oder vielleicht auch mein Leben generell ändern will, kann ich das auch am 1. April oder 24. August.

Für das nächste Jahr nehme ich mir aber doch etwas vor: In letzter Zeit habe ich das Schreiben hier doch sehr vernachlässigt. Wie die meisten unter uns, hatte ich auch gute Gründe: viel zu tun, weniger Zeit … Es gibt ja immer genug Ausreden.

Im neuen Jahr möchte ich aber wieder mehr öffentlich aktiv werden. In meinem Kopf und auf dem Laptop schlummern schon einige kleine Geschichten, die sich veröffentlichen lassen. Und vielleicht entsteht dabei wieder ein neues größeres Projekt, mal sehen …

Ich wünsche allen, einen guten Rutsch und, wenn es Vorsätze sein müssen, dann die Kraft und Ausdauer, diese auch umsetzen zu können.

 

Kindermund …

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Als Grundschullehrerin erlebt man schon so einiges. Besonders gern schmunzle ich immer wieder über den (oft ungewollten) Wortwitz unserer Kinder. Heute mal einige Beispiele (Die Namen sind natürlich geändert):

„Frau Otte, du hast doch gesagt, dass das Hausaufgabenheft das wichtigste ist, was wir haben.“ … Nach kurzem Nachdenken fügt Max hinzu: „Aber die Gesundheit ist doch wichtiger.“

Im Deutschunterricht sprechen wir über Einzahl und Mehrzahl. „Wie heißt die Mehrzahl von das Gras?“, will ich wissen. Miriam meldet sich und antwortet siegesbewusst: „die Wiese.“

„Frau Otte, mein Vati hat heute Geburtstag. Er ist jetzt 54 Jahre … und er lebt immer noch.“

„Frau Otte, mein Vati hat heute Geburtstag“, verkündet Mia stolz. „Oh, hast du ihm denn auch schon etwas geschenkt?“, will ich wissen. „Ich nicht aber Mutti“, antwortet das Mädchen und fügt gleich hinzu, „Mutti hat sich ein neues Nachthemd gekauft.“ Ich staune und frage nach: „Mutti hat sich ein neues Nachthemd gekauft? Ich denke dein Vati hat Geburtstag.“ „Ja“, meint Mia selbstverständlich, „so haben beide etwas davon.“

 

Neues von Lehrer Lämpel

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Frei nach Wilhelm Busch

Also lautet ein Beschluß:
Daß der Mensch was lernen muß.
Nicht allein das Abc
Bringt den Menschen in die Höh‘;
Nicht allein in Schreiben, Lesen
Übt sich ein vernünftig Wesen;
Nicht allein in Rechnungssachen
Soll der Mensch sich Mühe machen;
Sondern auch der Weisheit Lehren
Muß man mit Vergnügen hören.

Dass dies mit Verstand geschah, …
War einst Herr Lehrer Lämpel da.

Heute kann jedoch ein Jedermann,
Der halbwegs richtig schreiben kann,
Lehrer Lämpel nun ersetzen,
Damit will ich echt nicht hetzen.
Einen Jeden, ob Frau oder Mann,
Lassen wir an unsere Kinder ran.
Wer fragt nach Können oder Qualifikation?
„Wenn du selbst Schüler warst, dann schaffst du es schon.“

Doch was wird aus Mädel und Knaben,
Die keine Fachleute mehr haben,
Um Lesen und Schreiben zu erlernen
Und sonstige Fähigkeiten zu erwerben?
Der Wilhelm Busch würd´ im Grabe springen
Und trotz seines Wortwitzes um Worte ringen:

Kann wirklich jeder „ … die Kinder lehren
Und die Wissenschaft vermehren?“
Ist es nicht der Gesellschaft Pflicht
Zu mehren die Bildung in jeder Schicht;
Mit geschulten Kräften die Schüler zu leiten
Und auf ihrem Schulweg qualifiziert zu begleiten?
Kann man aufs Lehrerstudium wirklich verzichten
Ohne die Qualität zu vernichten?

Die Antwort wär`Wilhelm Busch schon klar,
Da er schon damals die Wahrheit sah.
Ich wünscht` mir mehr Lämpels an richtiger Stell`,
Zu ändern die jetzige Entwicklung schnell.
Denn Bildung ist ein hohes Gut,
Sie zu fördern kostet Geld und Mut.
Sonst seh`ich es knallen, wie einst Wilhelm Busch,
Doch diesmal wär`nicht nur mit Lämpels Pfeife Schluss.

 

 

 

 

 

 


					

Überraschung

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Die Osterferien sind vorbei. Die Kinder kommen voller Freude in den Klassenraum gerannt. Sie erzählen von den Ferien und natürlich auch vom Osterfest.

Plötzlich ruft Paul ganz laut: „ Was steht denn da an der Tafel?“ Alle Kinder schauen. Auch Frau Fröhlich blickt erstaunt zur Tafel. Da beginnt Nina zu lesen:

 

Der Osterhas, der Osterhas

versteckt  die Eier im grünen Gras.

Doch manchmal auch oh weh, oh weh,

liegen die Eier im kalten Schnee.

 

Den Kindern ist das jedoch egal.

Sie suchen die Eier auch mit dickem Schal.

Und wenn sie welche finden , ganz schick und bunt,

landen die Eier ganz schnell im Mund.

 

Als Nina mit Hilfe Frau Fröhlichs den Text vorgelesen hat, ist es ganz still in der Klasse. Till flüstert leise: „Das ist ein schönes Gedicht.“ „Bestimmt haben das uns die Minimas geschrieben“, bemerkt Paul. „Ja, das Gedicht haben uns die Minimas geschrieben. Bestimmt wollten sie uns damit eine Freude machen“, sind sich die Kinder einig.

Hinter dem Schrank aber lachen sechs Kobolde vor Freude. Diese Überraschung ist ihnen geglückt.

 

Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.