Abschied

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Ich seh´ euch noch so vor mir sitzen,

voll Neugier,

gespannt bis in die Zehenspitzen.

Die Augen mal ängstlich, mal weit aufgerissen,

auf den Lippen ein Lächeln,

mal verschmitzt, mal verbissen.

 

Kinder, wie die Zeit vergeht,

was haben wir nicht alles erlebt:

Rechnen, Schreiben, Lesen – na klar;

Und Sport, der immer euer Liebstes war.

 

Der Wackelzahn, die erste Zahnspange,

vergessene Hausaufgaben, da wurde euch bange.

Doch haben wir auch gelacht und gescherzt,

Gedichte geschrieben, die erweichen das Herz.

 

Was bleibt mir zu wünschen? Was bleibt mir zu sagen?

Bleibt neugierig, stellt weiter die wichtigen Fragen!

Behaltet die Freude an Schule und Sport

Und bedenkt: Ich bin ja nicht gänzlich fort.

 

Dankeschön euch kleinen „Quälgeistern“.

Dankeschön den lieben Eltern.

Danke für 3 schöne Jahre.

 

 

Ein neues Märchen vom kleinen und dem großen Klaus

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Die neue Besoldungsverordnung des Landes Brandenburg für Lehrer hat mich zu folgendem Märchen inspiriert

Ein neues Märchen vom kleinen und dem großen Klaus

Es waren einmal zwei Brüder. Beide erlernten den Beruf des Baumschullehrers. Der kleine Klaus wurde Meister für kleine Bäumchen. Voller Liebe widmete er sich dem Pflanzen und  Pflegen der kleinen Setzlinge. Dem großen Klaus gelang es besser mit den großen, schon etwas gewachsenen Bäumen umzugehen.

Beide arbeiteten für einen Baumschulminister. Der kleine Klaus pflegte 4 Jahre die jungen kleinen Bäumchen in der Grundbaumschule. Er  gab ihnen die besten Voraussetzungen, um einmal große starke Bäume zu werden. Nach den 4 Jahren kamen die Bäume zum großen Klaus in eine Oberbaumschule, wo sie 6 Jahre gepflegt und gehegt wurden, bis sie selbstständig ihren Platz im Leben finden konnten.

Der kleine und der große Klaus verdienten natürlich ihr Geld mit der Arbeit. Da der große Klaus die großen Bäume hegte, bekam er etwas mehr als der kleine Klaus. Aber beide liebten ihre Arbeit sehr und waren zufrieden.

Eines Tages kam ein neuer Baumschulminister, der die Baumschulen übernahm. Er machte alles anders. Von nun an blieben die Bäumchen nicht mehr 4 sondern 6 Jahre in der Grundbaumschule. Erst dann  gingen sie für 4 Jahre in die Oberbaumschule. „Wie soll ich diese Arbeit schaffen?“, fragte der kleine Klaus. „Kein Problem“, antwortete der neue Baumschulminister, der sehr weise war, „der große Klaus kommt zu dir in die Grundbaumschule und zusammen pflegt ihr die Bäumchen 6 Jahre lang. Und weil ich eure Arbeit schätze, bekommt der große Klaus ab sofort 2 Goldtaler und du bekommst 1.“

Der kleine Klaus dachte darüber gar nicht weiter nach. Er freute sich mit dem großen Klaus zusammen zu arbeiten. So pflanzte der kleine Klaus weiter seine Bäumchen, pflegte die Setzlinge und freute sich 4 Jahre an seiner Arbeit. Der große Klaus übernahm dann die Bäume und pflegte sie die restlichen 2 Jahre, bis sie in die Oberbaumschule kamen. Mit der Zeit  lernte der kleine Klaus den Umgang mit den großen Bäumchen. Da er mit den kleinen zarten Setzlingen umgehen konnte, gelang ihm auch das Schneiden und Stutzen der großen. Der große Klaus aber half seinem Bruder nicht beim Einpflanzen. „Ich habe gelernt, wie man mit den größeren Bäumen umgeht. Die kleinen Bäumchen sind mir noch zu zart und zerbrechlich.“  So kam es, dass im Verlauf der Zeit der kleine Klaus sich um alle Bäumchen 6 Jahre lang kümmerte. Der große Klaus wagte sich langsam, sehr langsam auch an Bäumchen, die 3 oder 4 Jahre alt waren. Aber einpflanzen wollte er sie nie.

So lebten beide viele Jahre in Eintracht miteinander. Ab und zu kam dem kleinen Klaus der Gedanke, dass es doch ungerecht sei, dass er immer noch nur einen Goldtaler, sein Bruder aber 2 Goldtaler bekam. Aber der weise Baumschulenminister sagte dann: „Ich habe kein Geld. Ich kann dir nicht mehr Taler geben. Dein Bruder hat gelernt, mit den großen Bäumen umzugehen. Er bekommt darum einen Taler mehr.“

Mit der Zeit baute der Baumschulminister seine Baumschulen aus. Immer mehr Bäume sollten eingepflanzt und gepflegt werden. Der kleine und der große Klaus arbeiteten Tag und Nacht aber die Arbeit war nicht mehr zu schaffen. Da hatte der Baumschulminister eine großartige Idee: „Ich stelle neue Baumschullehrer ein.“ Aber keiner im Lande wollte diese schwere Arbeit machen. Aber auch hierfür fand sich schnell eine Lösung: „Jeder neu Baumschullehrer, der aus der Oberbaumschule in die Grundbaumschule kommt, erhält ab sofort 3 Goldtaler. Und weil es sonst ungerecht ist, bekommt der große Klaus auch einen Goldtaler mehr.“ Da hörte der kleine Klaus auf: „Warum bekommen die neuen Baumschullehrer der Oberbaumschule und der große Klaus 3 Goldtaler und ich nur einen? Wir machen doch die gleiche Arbeit und ich bin doch der einzige, der die kleinen Bäumchen einpflanzt und die erste Zeit pflegt. Ich habe Erfahrung und weiß, wie man mit den kleinen zarten Setzlingen umgeht.“ Aber auch darauf hatte der Baumschulminister eine Antwort: „Du, kleiner Klaus, für dich reicht mein Geld nicht. Es kostet mich schon so viel Geld, den anderen 3 Goldtaler zu geben.“

Und so arbeitet der kleine Klaus noch heute eifrig für einen Goldtaler, während die anderen Baumschullehrer 3 Goldtaler erhalten. Und wenn sie nicht gestorben sind, …

Dazu einige Fakten:

  • Lehrer mit einer Ausbildung für die Sekundarstufe 1 erhalten ab 1.08.2017 auch in der Grundschule in Brandenburg die Besoldungsstufe A 13
    • d. h. auch Lehrer mit der Fächerkombination Staatsbürgerkunde oder Russisch oder einem Fach, das nicht in der Grundschule benötigt wird, erhalten diese.
  • Lehrer mit einer Ausbildung nur für die Primarstufe bleiben in ihren Besoldungsstufen A11 oder A12
    • d. h. Lehrer, die für die Schulform Grundschule die fachlichen Voraussetzungen erworben haben, bekommen für die gleiche Arbeit 1 bzw. 2 Gehaltstufen weniger.
  • Im von der SPD und CDU regierten Mecklenburg- Vorpommern und im von einem Linken regierten Thüringen wurde die Ungerechtigkeit der Besoldung der ehemaligen Unterstufenlehrer bereits erkannt und behoben. Dort erhalten alle Lehrer der Primarstufe die A12.

Warum ist das nicht im SPD regierten Brandenburg möglich? Warum werden hier diese Lehrer immer wieder vertröstet? Warum ist das Geld für die Aufstockung der Lehrer mit Ausbildung in der Sekundarstufe 1 da, jedoch nicht für eine Angleichung von A11 auf A12? (Eine Angleichung der betreffenden Lehrer von A11 in A12 wäre erheblich kostengünstiger als der Lehrer von A12 in die A13)

Welches Signal wird damit gesetzt?

  • Quereinsteiger und für die Grundschule nicht ausgebildete Lehrer werden finanziell in die Grundschulen gelockt. Lehrer, die didaktische und methodische Fähigkeiten durch ein Studium in der Primarstufe erworben haben, werden bei gleicher Tätigkeit schlechter gestellt und haben wenig Motivation im Land .Brandenburg in der Grundschule zu arbeiten.

Provokant gesagt: Grundschule kann jeder

Wer soll in den kommenden Jahren die Kinder einschulen und ihnen methodisch und didaktisch fundiert das Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen?

Crowdfunding für das Heimwerts Kleinkunstfestival

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Im Oktober letzten Jahres habe ich, wie bereits berichtet, am Heimwerts Kleinkunstfestival der Stadt Brandenburg an der Havel teilgenommen.

Ich habe aus meinem Kinderbuch „Mit den Minimas durch das erste Schuljahr“ vorgelesen. Es war ein sehr beeindruckendes Erlebnis, an das ich mich noch immer gern erinnere.

(Wer mag kann nochmals nachlesen: https://frauotte.net/2016/10/03/ich-war-dabei/ ‎)

Die Veranstalter, der Kleinkunst Brandenburg e.V. sagt von sich selbst: „Wir sind ein Kollektiv aus Kultur- und Kunstschaffenden, Designern und Kunstliebhabern. Wir möchten den Kreativen aus Brandenburg jedes Jahr eine Plattform bieten und einen Raum zu Entfaltung schaffen. Darüber hinaus wollen wir einem breiten Publikum zeigen, dass Kultur in unseren Alltag passt und nicht nur einer Szene angehört.“

Das Heimwerts Kleinkunstfestival gibt es nun schon seit 5 Jahren. Für dieses Jahr haben die Veranstalter ein Crowdfunding bei der Brandenburger Bank gestartet.

Vielleicht habt ihr Lust und ein wenig Kleingeld übrig, das Festival zu unterstützen?
Nähere Informationen findet ihr auch unter:
oder bei Facebook: Kleinkunst Brandenburg e.V.

Elfchen zum Muttertag

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Da meine Schülerinnen und Schüler es inzwischen lieben, eigene kleine Gedichte zu schreiben, nutzten wir den Muttertag, um kleine Elfchen zu schreiben.

Einige Ergebnisse möchte ich vorstellen. Ich glaube aber, jede Mutti findet ihr Elfchen am schönsten … und so soll es auch sein.

          

          

„Man muss über alles reden“

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Ich weiß, dass mein Projekt zum Thema Tod sehr umstritten war und ist. Aber ich möchte doch einmal meine Erfahrungen dazu mitteilen:

Nachdem wir das Gedicht als Einstieg in die Problematik gelesen und besprochen haben, ging es an das Lesen der Geschichte. In der Umfrage nach dem Lesen äußerten sich alle Schüler positiv. Auch während des Lesens habe ich die Freude und Spannung an der Geschichte gespürt. Äußererungen wie „Der Opa war toll. Ich würde auch gern so einen Opa haben.“ bestätigen dies.

Von meinen 20 Schülern nutzen nur 5 Kinder die Gelegenheit, um mit ihren Eltern über dieses schwierige Thema zu reden. Demgegenüber äußerten 14 Kinder, dass sie es richtig fanden im Unterricht dieses Thema aufzugreifen. Vielleicht ist es leichter mit dem Lehrer darüber zu sprechen und nicht mit den Eltern? Äußerungen wie „Das hilft, vorbereitet zu sein, wenn mal einer stirbt.“ , „Man sollte darüber reden.“, „Man sollte über alles reden.“, „Die Gespräche haben mir geholfen zu verstehen.“ legen diese Vermutung nahe.

Ich will natürlich nicht verheimlichen, dass 3 Kinder unentschlossen waren, ob man über so ein Thema im Unterricht reden sollte und 3 Kinder lehnten es sogar ab. Diese äußerten sich mit den Worten: „Das ist zu hart.“, „Der Tod ist nicht schön.“, „Es ist nicht schön, wenn jemand stirbt.“

Den Begriff Tod/ tot mögen die wenigsten Kinder. Wie auch wir Erwachsenen umschreiben sie die Tatsache lieber mit weniger „harten“ Begriffen. Daher habe ich auch beschlossen, der Geschichte einen anderen Titel zu geben. „Machs gut, mein Jung“ kam bei den Kindern am besten an.

Besonders bemerkenswert fand ich die Atmosphäre während dieser Unterrichtseinheit. Sie war von Respekt, Verständnis und Vertrauen geprägt. Einige Kinder, die zunächst sehr kritisch dem Thema gegenüberstanden, äußerten sich zum Ende eher postiv: „Ich finde es schön, dass ein Verstorbener in meinen Erinnerungen weiterlebt. Diese sind ja schön oder sogar lustig.“

Um den Kindern nach den schwierigen Gesprächen Raum und Zeit für eigene Überlegungen zu geben, habe ich sie viel in freien Gruppen malen, sprechen und das Gehörte verarbeiten lassen. Im Rückblick hat sich das sehr bewährt.

Als Fazit bin ich in meiner Entscheidung bestätigt worden, diesem Thema im Unterricht Raum zu geben. Ich bin stolz und wieder einmal erstaunt über meine „Kleinen“, die doch so feinfühlig und ehrlich miteinander umgehen können.

Vielleicht hat der eine oder andere Leser Lust, mir seine Sicht mitzuteilen?

… und der Gewinner ist …

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Heute, am 1. Mai, ist nun das Ende der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ auf meinem Blog. Ich habe mich das erste Mal an dieser beteiligt und mich sehr über eure Kommentare gefreut.

Schön war es für mich auch, andere Blogger und deren Arbeiten kennenzulernen. So werde ich jetzt sicher häufiger auf die Seiten „unsere leseecke“, „gedankenteiler“ sowie „astrozwerge“ schauen. Vielleicht folgt ihr ja auch einem dieser Blogs in Zukunft. Ich denke, dass sich schon dafür eine solche Aktion lohnt. Natürlich will ich auch, wie es der Name verspricht, Lesefreude schenken.

Also schritt ich zur Tat: Loszettelchen gebastelt, alles in einen Lostopf getan und dann kam die große Stunde.

  

… und der Gewinner, in diesem Fall die Gewinnerin, ist …

Britta

Herzlichen Glückwunsch!

 

Blogger schenken Lesefreude

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Morgen ist der Welttag des Buches. Zu diesem Anlass gibt es unter den Bloggern eine tolle Aktion: Blogger schenken Lesefreude

Es geht darum, andere für das Lesen zu begeistern. Da ich dieses Vorhaben nur unterstützen kann, beteilige ich mich in diesem Jahr auch daran.

Was heißt das?

Ich verlose unter allen Lesern von euch, die mir einen Kommentar auf dieser Seite hinterlassen oder auf meiner facebook- Seite:     Frau Otte

eines meiner Kinderbücher „Reset … und Neustart„.

Am 1. Mai findet die Verlosung statt. Wer also bis 1. Mai einen Kommentar hinterlassen hat, kann ein Buch gewinnen.

Nach der Bekanntgabe des Gewinners/ der Gewinnerin, hat er/ sie dann drei Tage Zeit, mir seine/ ihre Adresse zum Versand des Gewinns zukommen zu lassen. Andernfalls lose ich neu aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich und Facebook hat mit der Verlosung nichts zu tun.

Ich freue mich auf eure Kommentare. Schön wäre es zu hören, warum ihr an der Aktion teilnehmt oder warum ihr das Buch gewinnen möchtet.

Der Tod gehört zum Leben

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Ab welchem Alter sollte man mit Kindern intensiver über den Tod reden?

Ich staune immer wieder, wie unvoreingenommen, sensibel und interessiert schon jüngere Schulkinder über den Tod sprechen ( … wenn man sie lässt). Ich erinnere mich an meine damalige 1. Klasse. Um die Adventszeit besuchten wir eine Krippenausstellung in unserer schönen Gotthardtkirche. Natürlich haben wir vorher über die Jesusfamilie und die Geburt des Jesuskindes gesprochen. Auch die Verhaltensregeln beim Besuch einer Kirche waren verinnerlicht und neugierig gingen einige meiner Kleinen das erste Mal mit großen Augen in eine Kirche.

Die ausgestellten Krippen waren liebevoll ausgestellt und mit vielen Kleinigkeiten verschönt. Mein Herz ging auf, auch das Herz der meisten Kinder … bis, bis einem Knirps auffiel, dass da ein Toter am Kreuz an der Kirchendecke hängt. Gleich machte diese Entdeckung seine Runde, bis einige Kinder aufgeregt zu mir kamen: „Ist der tot?“ „Hängt da ein echter Toter?“

Nun wollten wir ja eigentlich der Geburt des Jesuskindes gedenken. Ich erklärte daher nur kurz, dass das ein Bildnis, ein Kunstwerk sei und kein echter Toter da hängt. Da die Aufregung jedoch sehr groß war und Diskussionsbedarf bestand, versprach ich, wieder in der Schule angekommen, mit den Kindern näher darüber zu sprechen. So führten wir ein wirklich anregendes Gespräch über die Kreuzigung des Jesus. Als ich dann nebenbei erwähnte, dass daher das Kreuz an und in Kirchen zu finden ist und in vielen christlichen Wohnungen, kam ein Knabe darauf, dass solche Kreuze auch auf Friedhöfen stehen. So kamen wir zum Sterben als Teil des Lebens, den Symbolen und den unterschiedlichsten Erklärungen, die Erwachsene dafür finden.

Dabei viel mir auf, wie schwierig es ist, kindgerecht das auch für Erwachsene oft Unfassbare zu formulieren. Gläubige Menschen (dabei spielt die Art des Glaubens keine Rolle) erklären den Tod mit ihrem Glauben. Je nach Religion gibt es da den Himmel mit dem Gott, die Wiedergeburt, Engel … . In unseren Gebieten, in denen der Glaube nur für wenige , meist ältere Menschen noch eine Rolle spielt, ist das schon schwieriger.

Allein die unterschiedlichsten Ausdrücke für die Tatsache „Er ist tot“. Wir neigen dazu, das Wort Tod oder tot zu umschreiben. Wir sprechen es nicht gern aus. Und je nach Mentalität, eigenen Vorstellungen gibt es verschiedene Erklärungsversuche.

Nun komme ich wieder zu meiner Ausgangsfrage: Ab welchem Alter sollte man mit Kindern intensiver über den Tod reden? Inzwischen sind die Kleinen größer und besuchen die 3. Klasse. Wir kennen uns 3 Jahre und haben ein, denke ich, offenes Vertrauensverhältnis zueinander. Einige Kinder haben inzwischen persönliche Erfahrungen mit dem Sterben machen müssen.

Sollte ich dieses Thema noch einmal aufgreifen?

Du brauchst Mut, dich mit einem Lehrer/ einer Lehrerin einzulassen

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Als Lehrer oder Lehrerin vergisst man zu schnell, wie schwer es die nahen Angehörigen mit einem haben. Da kann ich mich nicht ausschließen.

Mit diesem Beitrag, den ich bei Diana (http://buntesklassenzimmer.de) fand, möchte ich unsere Partner einmal in den Mittelpunkt rücken.

„Wenn du mit einem Lehrer oder einer Lehrerin liiert bist,                                       

… wirst du diese 23 Fakten unterschreiben können:

 
  • Eine Verabredung unter der Woche kommt nicht in Frage.
  • Du kannst sie nicht dazu bringen, länger bis 10 Uhr aufzubleiben.
  • Weil sie am nächsten Morgen richtig früh raus müssen.
  • Deshalb verstehen sie unter “Ausschlafen” am Wochenende, bis 7 Uhr morgens zu schlafen.
  • Die meisten Freitag-Abende verbringt ihr wahrscheinlich mit einer Pizza auf der Couch und schlaft vorm Fernsehen ein.
  • Deshalb freust du dich total auf die Ferien.
  • Du kannst aber nur in den Ferien in Urlaub gehen. Deshalb bist du an überteuerte Reisen gewöhnt.
  • Und die ganze Zeit sind überall Kinder.
  • Die beste Zeit des Jahres ist Weihnachten, denn da bekommen Lehrer ganz viel Schoki geschenkt.
  • Oder kostenlosen Alkohol (wenn sie Glück haben).
  • Du bist es gewohnt, die ganze Zeit eine Erkältung zu bekommen.
  • Und andere Kinderkrankheiten.
  • Manchmal benutzen sie aus Versehen ihre Lehrerstimme, wenn sie mit dir reden.
  • Es kommt nicht selten vor, dass sie mit Glitzer bestreut nach Hause kommen.
  • Und sie schleppen die ganze Zeit Tonnen von Papier und Büchern mit sich rum.
  • Dein Haus sieht wahrscheinlich so aus (Bild mit Papierstapeln überall).
  • Und sie werden ganz aufgeregt, wenn sie neuen Bürokram haben.
  • Es gibt nichts besseres als Lehrerlästerei.
  • Und du machst wahrscheinlich mit, auch wenn du die Kids nicht mal kennst.
  • Aber es gibt nichts unterhaltsameres als eine lustige Antwort eines Schülers.
  • Du weißt, dass es keinen größeren Stress gibt als den am Ende des Halbjahres.
  • Weil sie viel länger arbeiten, als die meisten Leute es erwarten.
  • Und sie arbeiten härter, als jeder, den du kennst.“

Diana hat die Original-Liste ( mit Bildern auf buzzfeed.com.) frei übersetzt. Danke!

Ich denke viele Angehörige können sich dem nur anschließen.

 

 

 

Manchmal muss man sich positionieren

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Heute möchte ich alle meine Leser bitten, sich einmal Zeit für ein Problem zu nehmen, das uns alle angeht: die Bildung.

Gute Bildung, besonders in den ersten Schuljahren setzt die Grundlagen für ein lebenslanges Lernen und die entsprechende Motivation. Um das gewährleisten zu können, bedarf es neben großem Engagement fundierten Wissens um Didaktik, Methodik und deren Umsetzung. Es geht neben dem fachlichen Wissen um das Können, dieses Wissen für alle Schüler anschaulich zu vermitteln. Wie wichtig die Funktion des ersten Lehrers ist, weiß sicher jeder. Nicht selten bestimmt er den ganzen Bildungsweg eines Menschen. Kann er Freude vermitteln am auch mühsamen Lernprozess oder schafft er Frust und Desinteresse?

Nun gibt es eine Initiative, die die Arbeit und Ausbildung der Grundschullehrer auch finanziell würdigen will und eine Gleichbezahlung aller Lehrer fordert. Dazu sollte man folgendes wissen:

Das Studium eines Grundschullehrers endet nach 5 Jahren mit dem Master of Education. Danach folgt eine 1  1/2 jährige Praktikumszeit einschließlich Referendariat mit entsprechenden Prüfungen. Nach also 6 bis 7 jährigem Studium (wenn man alle Hürden im ersten Anlauf schafft) darf man sich Grundschullehrer nennen. Man erhält aber bei gleicher Ausbildungszeit die A12, wohingegen man beim Einsatz in anderen Schulformen (begriffliche Unterschiede gibt es in den verschiedenen Bundesländern) in die A13 eingruppiert wird. Das bedeutet (neben einer höheren Pflichtstundenzahl) eine geringere Besoldung, nur, weil man in den kleineren Klassen unterrichtet. Daraus folgt, die Arbeit eines Lehrers in den kleineren Klassen ist weniger Wert als in höheren.

Ist das so? Es gibt übrigens Länder, in denen das genau andersherum gehandhabt wird. In diesen wird die Arbeit im Schulbeginn höher bewertet als bei älteren Schulkindern. So arbeiten die besten und fähigsten Kräfte, weil sie auch finanzielle Anreize bekommen, in der Schuleingangsphase.

In der Petition geht es um eine Gleichstellung.

Übrigens bringt mir persönlich diese Petition nichts, sodass ich ohne persönliche Vorteile zu haben, unabhängig meine Meinung äußern kann. Ich habe eine andere Ausbildung.

Ich würde mich freuen, wenn meine Leser sich Zeit nehmen, um sich mit dem Problem, den Folgen und Auswirkungen (auch auf längere Sicht) auseinander zu setzen und zu überlegen, ob sie sich an der Petition beteiligen möchten.

https://www.openpetition.de