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Teil 4: Der letzte Schritt – Druck und Veröffentlichung

Nun hatte ich ein Manuskript mit, wie ich finde, schönen Illustrationen digital vorlegen. Wie kommt es dann zum Druck? Neben all meinen anderen Aktivitäten habe ich mich immer wieder mit der Selbstveröffentlichung von Büchern beschäftigt. So kam ich zu BoD (Books on Demand), einem Verlag für Autoren, die ihre Bücher selbst veröffentlichen. Der Vorteil dieses Verlages lag in der relativ preiswerten Veröffentlichung von Kinderbüchern mit Bildern in diesem speziellen Format, für das ich mich mit Hilfe von Maike Wesa entschieden hatte.

Auch hier gab es einige Probleme bezüglich der Formatierung, die ich aber mit Hilfe der Spezialisten des Verlages irgendwann beheben konnte. Dann ging es nach Vertragsabschluss ab in den Probedruck.

Könnt ihr euch vorstellen, was das für ein Gefühl war, als ich dann nach langer Wartezeit mein erstes gedrucktes Buch in der Hand hielt? Da störte es auch nicht, dass zwei Seiten vertauscht wurden, sodass nicht alle Bilder an ihrem richtigen Platz waren. Damit konnte ich leben, zumal nach einem Anruf beim Verlag auch das Problem schnell behoben werden konnte. Nun ging es in den Druck, mit ISBN – Nummer und für jeden zu kaufen.

Ein Nervenkitzel stand mir jedoch noch bevor: Meine Familie, meine Freunde, keiner wusste von dem Buch – keiner ahnte etwas. Ich hatte, vor allem aus Scheu, dass es nichts wird, keinem von meinem Projekt erzählt. Nur mein Mann hatte mich die ganze Zeit über aktiv unterstützt, mir immer wieder Mut gemacht und den eigentlichen Anstoß zu allem gegeben. Meine Bekannte und deren Kind ahnten sicher etwas von meinem Buch, wussten jedoch auch nicht, wie weit das Ganze inzwischen fortgeschritten war.

So suchte ich nach einer günstigen Gelegenheit, meine Familie mit meinem ersten eigenen Buch zu überraschen. Da kam mir der Zufall zu Hilfe. Die ersten druckfrischen Bücher kamen kurz vor Ostern bei mir zu Hause an. Also wurde Ostern und die gemeinsame Familienfeier zur Überraschung für alle. Ich packte für jeden ein Buch schön ein und verschenkte es meinen Lieben. Zunächst bedankten sich alle brav, konnten aber nicht recht begreifen, warum ich ihnen ein Kinderbuch mit dem Titel „Mit den Minimas durch das erste Schuljahr“ schenkte. Nach und nach fiel dann aber der Groschen, nachdem ich auf den Autor hinweisen musste. So erfuhr dann auch meine Familie von meinem ersten Buch.

Angehörige, die Ostern nicht zur Feier kommen konnten, schickte ich jeweils ein Exemplar. Natürlich hat auch meine erste Leserin, Charlotte, ein Buch von mir bekommen. Sie hat mir sogar eine Antwort zukommen lassen.

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So wurde ich Kinderbuchautorin und meine Familie unterstützt mich tatkräftig, sei es beim Erstellen dieser Homepage oder der Facebook Seite oder inzwischen auch beim Probelesen neuer Geschichten. An dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die mich praktisch und auch moralisch unterstützen und mir so halfen, einen Traum wahr werden zu lassen.