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Die Illustrationen zu meinem zweiten Kinderbuch „Reset … und Neustart“ regen zu vielen Diskussionen und Fragen an. In meinem letzten Beitrag habe ich einige Bilder veröffentlicht. Daraus resultieren Fragen, die ich heute beantworten will.

Die meisten Leser wollen wissen, wie es zu den Illustrationen kam. Da im Buch unter Cover und Illustration Andreas und Sabrina Otte stehen, ist es kein Geheimnis, dass wir selbst die Bebilderung vornahmen. Begonnen hat alles mit einigen Bleistiftskizzen für das Cover. Immer wieder probierte ich einen Computer mit möglichst wenigen Strichen zu illustrieren, um darin den Titel zu platzieren. Da ich kein Kunstgenie bin und eigentlich nicht besonders schön zeichen kann, misslangen viele Versuche. So lagen im Wohnzimmer viele Blätter mehr oder weniger misslungener Bilder herum. Als mein Mann dann die Proben sah, nahm auch er den Bleistift in die Hand und versuchte sich.

Ich muss zugeben, dass er es besser versteht, exakt und genau zu zeichnen. Seine „Werke“ könnt ihr auf der Homepage schon seit längerer Zeit bewundern. Und so begann das gemeinsame Zeichnen. Ich hatte so meine Vorstellungen bzw. Assoziationen, probierte und mein Mann griff einige auf, um sie richtig zu zeichnen. Die Bilder landeten erst einmal auf dem Schreibtisch. Zu diesem Zeitpunkt war ich intensiv mit dem Korrekturlesen und Überarbeiten beschäftigt.

Dann war der Text probegelesen, überarbeitet, wieder gelesen und die Illustrationen mussten fertig werden. Die alten Zeichenproben wurden hervorgeholt. Aber sie gefielen mir nicht mehr so recht. Ich wollte den Neuanfang mehr verdeutlicht wissen. Da fiel mir ein, dass wir früher in der Schule mit Kohlestiften gezeichnet hatten. Also Kohlestifte. Nachdem ich einige Läden ohne Erfolg aufgesucht hatte, fand ich meine Stifte, die es übrigens in unterschiedlichsten Dicken gibt. Zu Hause ging es dann gleich ans Herumprobieren. Die Ergebnisse überzeugten mich. Mein Mann beteiligte sich an dem Zeichnen und so entstand eine Unzahl an Proben und verschiedensten Illustrationen.

Nun mussten die Bilder digitalisiert werden. Beim Einscannen musste ich erst die schmerzhafte Erfahrung machen, dass die Kohle wunderbar auf dem Glas verschmiert und dabei Schmutz hinterlässt. So waren die ersten Bilder verschmiert und unbrauchbar. Also wurde neu gezeichnet und digitalisiert.

Viele Bilder fanden so den Weg auf meinen Laptop. Dann hieß es auswählen, in den Text einfügen, formatieren. Dazwischen wurde immer wieder korrigiert, verändert, neu ausgewählt. Jeder, der schon einmal eine Hausarbeit schreiben musste oder ähnliches, kennt sicher diese Momente. Man wünscht sich, endlich fertig zu werden, findet aber immer wieder neue veränderungswürdige Wörter, Absätze, Überschriften, Bilder und und und … Wenn man sich nicht irgendwann zwingt, nun alles so zu lassen, wie es ist, würde man ewig daran arbeiten, um das optimale Ergebnis zu finden. So ergeht es mir auch jedes Mal, wenn ich glaube, eine Geschichte, ein Gedicht, ein Buch ist fertig.

Aber irgendwann beschloss ich, einen Schlussstrich zu ziehen. Und so habt ihr das vorliegende Buch zum Lesen.