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In meinem Kinderbuch „Reset … und Neustart“ male ich mir aus, wie die Schule der Zukunft aussehen könnte. In (m)einer digitalisierten, vernetzten Welt lernen die Schüler zu Hause an einem Rechner in einem Netz. Es gibt Chats, in denen sie mit Mitschülern und Lehrern kommunizieren können. Ansonsten erhalten sie Aufgaben, die sie abarbeiten müssen, um ein höheres Niveau zu erreichen.

Schule, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Jeder lernt für sich allein, mit der Möglichkeit der Kommunikation im Netz.

Dass diese Zukunft schon begonnen hat, konnte ich auf der Didacta hautnah erfahren. Unter E-learning  fasst man alle Formen von Lernen zusammen, bei denen elektronische oder digitale Medien für die Präsentation und Verbreitung von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen (nach Michael Kerres). Es gibt inzwischen zahlreiche Plattformen, die zu diesem Zeck genutzt werden. Einige wurden auf der Messe vorgestellt.

Natürlich wurde auch der Nutzen verdeutlicht. Studierende Leistungssportler zum Beispiel nutzen in Trainings- und Wettkampfphasen diese Lernform, um den Lerninhalt bearbeiten zu können. Kranke Kinder oder Kinder, die in weit entfernten Gebieten aufwachsen, können so schulische Bildung erfahren. Natürlich sind in der berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung oder im Fernstudium das Lernen mit Hilfe digitaler Plattformen nicht wegzudenken.

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Wird da der Lehrer, der vor der Klasse steht, bald überflüssig? Kann die Zukunft so aussehen, dass wenige „Lehrer“ am Rechner eine Vielzahl von Schülern betreuen? (Sicher verlockend für so manchen Finanzminister.) Lernen die Schüler dann zu Hause? Und was macht das mit ihnen?

Interessante Fragen, die sich aus den technischen Möglichkeiten ergeben. Und wie schnell auf diesem Gebiet die Entwicklung voranschreitet, davon konnte ich mich überzeugen.

Nun bin ich wirklich kein Gegner der so genannten „neuen“ Medien. Aber muss man alles machen, was technisch möglich ist? Wird die Schule, wie wir sie kennen noch in Zukunft Bestand haben? Schafft sich der Beruf des Lehrers ab?