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Pico sitzt auf dem Fensterbrett und malt mit dem Finger Kreise an das Fenster. In seinen Augen werden daraus Luftballons, die die Fensterscheibe nach oben schweben. Langsam werden seine Kreise kleiner und verwandeln sich in Seifenblasen, die in bunten Farben in der aufgehenden Sonne schimmern.

Da kommt Rubi hinzu, schaut dem Finger Picos hinterher und beginnt kaum hörbar zu summen. Langsam formen sich kleine Worte:

„Kreise, kreise, kreise.

Kreise am Fenster ganz leise.

Mach dich auf die Reise.

Jeder auf seine Weise.“

Immer mehr Minimas erwachen und gesellen sich zu den Freunden. Seit die Schule leer gefegt ist und alle Kinder zu Hause bleiben müssen, haben die Kobolde das Gebäude fast für sich. Nur ab und zu kommt der Hausmeister vorbei. Nachdem Frau Fröhlich den Klassenraum ausgiebig geputzt und aufgeräumt hat, hat sie auch die Blumen mitgenommen. Kaum schaut einer bei den Minimas vorbei. Sie müssen sich nicht mehr verstecken.

„Wann sind die Ferien denn vorbei?“, fragt Pico unvermittelt. „Es sind doch gar keine Ferien“, betont Plapps. „Es ist doch CORONA“, erklärt Geos. „CORONA – ach ja“, fällt Pico wieder ein, „Die Kinder haben doch immer davon gesprochen.“ „Wann ist CORONA vorbei?“, will jetzt Kniffel wissen. „Das weiß keiner genau“, erklärt Spurti und flitzt schon wieder um die Schulbänke. Geos erklärt: „Die Kinder lernen jetzt zu Hause, bei ihren Eltern, und lösen die Aufgaben, die Frau Fröhlich für sie aufgeschrieben hat.“ „Na, hoffentlich sind sie auch so fleißig, wie hier in der Klasse!“, hofft Kniffel. „Na klar“, vermutet Plapps, „Sie haben doch sonst auch Langeweile, wie wir.“

„Wollen wir vielleicht weiter reimen?“, schlägt Plapps vor. Alle sind sofort Feuer und Flamme und schon geht es los.

Kreise, W … , R … , l …

bunt, r … , w … , M … , H …

Mut, g … , W … , Bl …

Fallen dir noch andere Reime ein?

Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.