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Kaum hatte ich den Aufruf gestartet, erhielt ich auch schon die erste Zusendung einer Geschichte. Danke schön Laura!

 

WIE OSTERN BEINAHE AUSGEFALLEN WÄRE

von Laura I.., April 2020

Es war einmal vor langer Zeit in einem fernen Land. Dort wohnten die Osterhasen. Nur leider waren dieses Ostern alle Osterhasen krank, außer einer. Er musste alle Osternester alleine austeilen und das war ganz schön viel Arbeit für nur einen Hasen. Bei dem letzten Kind war es schon früh am Morgen und das Kind war bereits wach, obwohl er die Geschenke bei ihr noch nicht versteckt hatte.

Das Mädchen bemerkte den Osterhasen. Er rannte vor Angst weg und versteckte
sich. Doch das Mädchen fand ihn und fragte ihn: „Wer bist denn du?“ Er
antwortete: „Ich bin ein Osterhase.“ Sie fragte ihn weiter: „Was machst du hier so früh am Morgen?“ „Alle Osterhasen außer ich sind krank und ich muss die
Osternester ganz alleine austeilen“, sagte er. Das Mädchen fragte: „ Kann ich dir denn behilflich sein?“ „Ja, du kannst mir helfen, die Osterhasen gesund zu pflegen“, sagte er.

Auf dem Weg zur Osterwelt gingen sie an einem wunderschönen Blumenfeld und vielen Häusern vorbei. Dann bemerkten sie, dass sie sich noch gar nicht vorgestellt hatten. Das Mädchen fragte: „Du Osterhase, wie heißt du eigentlich?“ „Ich heiße Hoppel und du?“, fragte er neugierig. „Mein Name ist Mia.“ Auf ihrem Weg sahen sie, wie sehr sich die Kinder über ihre Osternester freuten und das machte Mia und Hoppel sehr glücklich.

Sie liefen weiter bis zu einer Höhle in der sich das Portal zur geheimen Osterwelt befand. Sie gingen durch das Portal und trafen auf ganz viele schlappe und hustende Osterhasen. Mia fragte: „Wieso können sie denn nicht die Geschenke und Nester verstecken, sie sind doch nur ein bisschen erkältet.“ „Das Ostergesetz besagt, dass wenn ein Osterhase krank ist, darf er nichts verstecken“, antwortete Hoppel.

Um ein Heilmittel zu finden, gingen sie in die Bibliothek, stöberten in
allen Büchern, aber fanden einfach nichts. Doch in der hintersten
Reihe der Bibliothek saß der älteste Hase der Osterwelt. Sie gingen zu ihm und baten ihn um Hilfe.

„Wie kann ich euch helfen?“, fragte der alte Osterhase. „Wir suchen ein Heilmittel für die kranken Osterhasen. Kennst du eins ?“ Der alte Osterhase sagte: „Ihr müsst die seltene rote Osterblume finden und mir bringen.“

Die beiden machten sich sofort auf den Weg. Sie suchten auf jeder Wiese, aber  fanden einfach diese Blume nicht. Sie wollten schon aufgeben, aber auf dem Weg zurück zum Osterportal, sahen sie auf einem kleinen Berg etwas Rotes leuchten.  Mia schlug vor: „Lass uns nachschauen gehen, ob es die Osterblume ist.“ Und tatsächlich dort oben fanden sie die Blume. Schnell machten sie sich auf den Rückweg.

In der Bibliothek gaben sie dem alten Osterhasen die Blume und dieser fing sofort an, ein Heilmittel herzustellen. Eine Stunde später war es endlich fertig und sie  gaben es allen Osterhasen. Die Hasen erholten sich sehr schnell und bedankten sich bei den dreien.

Als Dankeschön für Mia überreichten sie ihr ein Osternest mit ganz vielen bunten Süßigkeiten. Hoppel begleitete Mia noch nach Hause und wünschte ihr und ihrer Familie ein schönes Osterfest. Er versprach ihr, dass er nächstes Jahr wieder zu ihr kommen würde.

Mia legte sich schnell wieder ins Bett und fünf Minuten später wurde sie von ihren Eltern geweckt. Sie fragten sie, ob sie schön geschlafen hat. Mia erzählte ganz aufgeregt, dass sie von einem Osterhasen und der Osterwelt geträumt hatte.  Natürlich wusste sie, dass sie es erlebt hatte, aber keiner durfte von der Osterwelt erfahren. Sie suchte gleich ihre Geschenke und fand tatsächlich einen Gruß von Hoppel.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kommt Hoppel immer noch zu Ostern zu Mia.

Diesen Beitrag mit Bildern findet ihr auch unter der Rubrik „Dies und Das“