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Heute sind die Minimas sehr aufgeregt. Voller Unruhe stehen sie am Fenster und beobachten das Treiben.

Seit Wochen sind die Kobolde allein in der Schule. Die Lehrer und Kinder mussten zuhause bleiben, da der Virus so gefährlich ist. Nachdem die Klassenräume gereinigt wurden, konnten sich die Freunde im Schulgebäude so richtig austoben. Keiner war da.

Aber was ist heute los? Viele Autos fahren auf den Parkplatz und einige Lehrer gehen in das Schulhaus. „Da, da ist Frau Fröhlich“, schreit Pico plötzlich los. Und richtig, auf ihrem Fahrrad kommt die Lehrerin angesaust. Wie immer stellt sie das Rad in den Fahrradständer, schließt es an und schaut in Richtung des Klassenzimmers. „Schnell weg,“ schreit auch schon Geos und schon haben sich die Minimas unsichtbar gemacht. Hurtig verstecken sie sich in ihrem Versteck und warten. Sie warten und warten – nichts passiert.

„Wo bleibt sie denn?“, fragt Spurti ungeduldig. „Sie wird wohl noch kommen“, beruhigt Geos. Aber so richtig überzeugend klingt das nicht. „Ob heute auch die Kinder endlich wieder kommen?“, will Plapps wissen. Voller Vorfreude klatscht Pico in die Hände: „Oh ja. Die Kinder kommen.“ Geos zuckt nur mit den Schultern. Irgend etwas ist anders als sonst. Das merkt auch er.

Dann endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, schließt es an der Klassentür. Frau Fröhlich kommt herein. Sie stellt ihre Tasche ab, öffnet die Fenster, schiebt einige Tische zurecht und …, schon ist sie wieder verschwunden.

„Was war denn das?“, fragt auch gleich Kniffel. „Warum bereitet sie denn kein Tafelbild vor?“, überlegt Plapps. Ganz traurig und enttäuscht meint Pico: „Ich glaube, die Kinder kommen heute doch nicht.“

Und richtig, die Minimas warten den ganzen Tag umsonst. Kein Kind kommt in den Klassenraum von Frau Fröhlich. „Aber immerhin sind schon die Lehrer wieder da“, beruhigt Geos seine Freunde.

„Nun kann es nicht mehr so lange dauern“, vermutet Spurti, „dann kommen auch unsere Kinder, die Kinder von Frau Fröhlich wieder in die Schule.“

„Hoffentlich“, wünscht sich Pico. „Hoffentlich“, wünschen sich alle Minimas.

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