Süße Versuchung

Schlagwörter

, , ,

Sporti sitzt vor dem Adventskalender der Klasse. Seine Augen suchen der Reihe nach die Zahlen von 1 bis 24. Einige Türchen sind schon geöffnet. Schließlich sind schon etliche Dezembertage vergangen. Um die Zahlen zu erkennen, muss er vorsichtig die Türchen wieder schließen. So sieht nach und nach der Kalender aus, als wenn er noch unbenutzt wäre. Als der Kobold bei dem noch geschlossenen Türchen mit der Zahl 13 ankommt, puhlt er mit seinem Fingerchen an der kleinen Öffnung herum. Langsam löst sich die Pappe und … das Türchen öffnet sich. Schnell zieht der Kobold seine Hand zurück. Schuldbewusst schaut Sporti um sich. Zum Glück sind die anderen Minimas noch draußen. Sportis Augen wandern wieder zu dem Türchen. Ein Stück Schokolade blitzt hervor. Sporti spürt schon die Süße auf seiner Zunge. Wie von selbst wandert seine Hand wieder zu dem Türchen. Diesmal streift sie auch das Stück Schokolade. Der Kobold will gerade zufassen …

Da kommen Plapps, Pico und Pop in den Klassenraum gestürmt. Noch ehe Sporti etwas sagen kann, schreit Pico auch schon los: „Was machst du denn da?“ In dem Moment betreten auch Kniffel und Geos den Raum. Als Geos den roten Kopf von Sporti sieht, ruft er laut: „Ja, was machst du denn da?“ Sporti geht einen Schritt von dem Kalender weg. „Ich, ich …“, stammelt er verlegen. Geos sieht seinen Freund streng durch seine große Brille an. Dann wandert sein Blick auf den Kalender. „Kannst du mir das erklären?“, fragt er streng . „Ich wollte nur zählen üben. Dann …“ In dem Moment unterbricht ihn Kniffel: „Dann wolltest du gleich mal ein Stück Schokolade naschen?“ „Ich habe nichts genommen. Ehrenwort!“, rechtfertigt sich Sporti. „Aber du wolltest“, erwidert Geos. „Aber ich habe nichts genommen“, wiederholt Sporti jetzt schon etwas trotzig. „Gut“, meint Geos nun schon etwas versöhnlicher. „Ich mache das Türchen jetzt wieder zu und morgen können es dann die Kinder öffnen.“ Mit einer vorsichtigen Bewegung schließt er dabei das Türchen. Sporti ist erleichtert und versichert seinen Freunden, dass er nicht mehr an dem Kalender der Klasse herumspielen wird.

Was meinst du? Werden die Kinder merken, dass Sporti am Kalender war?

(Hinweis: Ja, denn die Türchen sind alle zu)

Hast du auch schon einmal ein Türchen vorher geöffnet?

 

Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.

Regen: Regenlust, Regenfrust

Schlagwörter

, , ,

Regen, Regen, Regen … . Seit Tagen regnet es. Die Kinder werden immer unruhiger. In den Pausen und am Nachmittag müssen sie im Haus bleiben. Zuerst war das ja sehr lustig aber jetzt reicht es langsam. Selbst Frau Fröhlich kann die Kinder kaum noch beruhigen.

Auch die Minimas sind sehr genervt. Sie streiten wegen Kleinigkeiten, haben Langeweile und selbst das Umherstromern im Schulhaus macht ihnen keine Freude mehr.

Da hat Plapps eine Idee: „Lasst uns spielen!“

„Ach, das haben wir doch schon alles durch“, mault Pico.

Aber Plapps erklärt weiter: „Jeder denkt sich ein einfaches Spiel aus, das wir ohne große Hilfsmittel spielen können!“

Erst sind die anderen Minimas skeptisch. Dann probieren sie aber der Reihe nach die vorgeschlagenen Spiele aus. Es wird ein schöner Spielenachmittag und alle haben viel Spaß dabei:

Plapps erklärt folgendes Spiel:

Ich packe meinen Koffer

Die Minimas spielen der Reihe nach. Jeder sagt immer zu Beginn: „Ich packe meinen Koffer und lege hinein: ein … .“ Dann fügt er einen Gegenstand hinzu. Der folgende Spieler wiederholt den Satzanfang mit dem genannten Gegenstand und fügt einen neuen hinzu. So wird der Satz immer länger. Wer einen Gegenstand vergessen hat oder in der falschen Reihenfolge nennt, scheidet aus.
Gewonnen hat, wer als letztes übrigbleibt.

Da fällt Kniffel ein Würfelspiel (Zehnerwürfel) ein:

Malaufgaben

Alle Minimas würfeln der Reihe nach mit zwei Würfeln. Wer die zwei Zahlen richtig multipliziert, erhält einen Punkt.  Wer hat zuerst 10 Punkte gesammelt?

Oder (Sechserwürfel):

Bilde mit den beiden Zahlen eine zweistellige Zahl. Wer die größte Zahl hat, erhält einen Punkt. Wer hat zuerst 10 Punkte?

Pico hat auch eine Idee:

Montagsmaler

Er malt einen Begriff auf ein Blatt. Wer zuerst den Begriff erraten hat, darf als nächstes malen.

Dann beginnt Pop ein Liedchen zu summen. Spurti rät als erstes, welches Lied gemeint ist. Nun darf er ein Lied summen.

Probiert die Spiele aus! Fallen euch weitere kleine Spiele für Regenpausen ein?

 

Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.

Wir wollen Farbe

Schlagwörter

, , ,

Seit einigen Tagen sind die Kinder wieder in der Schule. Die Herbstferien sind vorbei. Nachdem die Schüler von ihren Erlebnissen berichtet hatten, stellte sich schnell wieder der Schulalltag ein. Mit zunehmender Dunkelheit und schlechtem Wetter kommen die Kinder immer unmotivierter in die Klasse. Nicht selten setzt sich ein Kind an seinen Platz und döst weiter vor sich hin, bis es sich mit Stundenbeginn widerwillig von seinem Platz erhebt. Im Unterricht gähnen die Schüler um die Wette. Und obwohl Frau Fröhlich sich um das Verbreiten guter Laune sehr bemüht, scheint der Funke auf ihre Klasse nicht übergreifen zu wollen.

Auch die Minimas lassen sich von diesem Trübsinn anstecken. Morgens kommen sie schwer  aus ihren Federn und selbst der Unterricht von Frau Fröhlich begeistert sie kaum. Am liebsten trödeln sie vor sich hin und warten auf das Ende des Tages, um mit der ersten Dunkelheit wieder in den Betten zu verschwinden. Die Kobolde haben es gut: Sie haben keine Verpflichtungen. Sie müssen nicht zur Schule gehen, sie wohnen ja in ihr. Sie machen keine Hausaufgaben und müssen nicht Gedichte oder Grundaufgaben lernen.

Geos beobachtet das Verhalten seiner Freunde mit wachem Auge. Was ist aus den Kobolden geworden? Kein Toben, kein Lärmen, keine Streich spielen kann er erkennen. Inzwischen würde er sich sogar über einen handfesten Streit zwischen den Minimas freuen. Was kann er da machen? Nach einiger Überlegung hat er eine Idee: Schnell ruft er die Kobolde zusammen. „Ich habe einen Brief an Frau Fröhlich und die Klasse geschrieben.“ Die Minimas glauben sich verhört zu haben. „Was hast du getan?“ fragen sie ungläubig. „Du sagst doch immer, wir müssten unerkannt hier leben und kein Mensch darf von uns erfahren!“, schreit Spurti seinen Freund fast an. Geos zupft seine große Brille zurecht und schaut die Minimas der Reihe nach an. Sein Blick wandert von Pico zu Plapps, von dort zu Pop und Kniffel und bleibt etwas länger bei Spurti hängen. „Du hast ja recht“, wendet er ein, „aber so geht das nicht weiter.“ „Was geht nicht weiter?“, mischt sich jetzt Plapps ein. „Na, diese Trostlosigkeit, diese Trägheit und Lustlosigkeit …“ „Wer ist lustlos oder träge?“, ruft Spurti dazwischen und wie um seine Worte zu bestätigen, hüpft er von einem Bein auf das nächste. „Na ihr seid träge und faul“, wendet Geos ein. „ Und die Schüler sind es auch“, fügt er schnell hinzu. Nun sind die anderen Kobolde sprachlos. Plapps findet als erster wieder Worte: „Die Kinder sind im Moment sehr faul und träge. Frau Fröhlich kann sie nicht mehr begeistern. Und dabei gibt sie sich immer so viel Mühe.“ „Aber ich bin nicht träge“, ruft Spurti und flitzt um seine Freunde herum. „Doch Spurti, auch ihr seid in letzter Zeit träge und faul. Am Anfang war das ja sogar erholsam. Aber so wie es ist, geht es nicht weiter. Darum habe ich den Brief geschrieben.“ Geos macht eine lange Pause. „Nun lies ihn mal vor!“, fordert nun Plapps.

Geos beginnt:

Liebe Frau Fröhlich, liebe Kinder,

wir leben mit euch in diesem Klassenraum und finden, dass etwas geschehen muss. Draußen ist es trübe und dunkel. Im Moment ist es auch bei uns im Klassenraum dunkel und trübe. Da habt ihr keine Lust zum Lernen und auch uns gefällt das nicht. Wir wünschen uns wieder Farbe und Freude in der Schule. Könntet ihr nicht neue Fensterbilder malen mit bunten Farben oder lustige Bilder aufhängen …

„… oder lustige Lieder singen?“, fällt Pop Geos in das Wort.

… oder lustige Lieder singen? Wir würden uns sehr freuen. Vielleicht habt ihr dann auch mehr Freude am Lernen.

Mit lieben Grüßen

Eure Minimas

„Das hast du aber toll gemacht“, schwärmt Pico, „Ich werde auch gleich bunte Bilder malen.“ „Und dabei singen wir ein Lied“, fügt Pop hinzu. „Wie wäre es mit einem Märchen, dass ich euch vorlese?“, fragt Plapps. „Und ich könnte euch Knobelaufgaben stellen“, meint Kniffel. „Und wenn wir uns erholen müssen von diesen ganzen schweren Sachen“, ruft Spurti dazwischen, „machen wir zusammen ein bisschen Sport.“ Geos schaut seine Freunde an und schmunzelt. Er ist wieder einmal stolz auf sie.

Wollen wir in unseren Klassenraum auch Farbe bringen?

Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.

 

Die Fensterputzer kommen

Schlagwörter

, , ,

Es sind Herbstferien. Die Schule ist verweist und unbelebt. Die Klassenräume sind leer und ein wenig trostlos. Auch im Raum von Frau Fröhlich erinnert nichts an das rege Treiben in der Schulzeit. Die Minimas toben durch die Gänge und genießen es, sich nicht verstecken zu müssen. Doch wenn die Kobolde von ihrem Treiben in „ihren“ Klassenraum zurückkommen, empfängt sie ein tristes, kühles Zimmer.

„Es ist so kühl und gar nicht mehr bunt hier drin“, mault Pico. Mit seinen lustigen Farben malt er dabei auf einem großen Blatt einen Drachen.  In dem Moment öffnet sich die Tür des Klassenzimmers. Pico kann sich gerade noch hinter dem Schrank verstecken. Vor Schreck hat er aber seinen Drachen liegen lassen. In den Klassenraum kommt ein Mann mit einer grauen Latzhose. In seiner Hand hat er einen roten Plastikeimer voll Wasser und einen Lappen. Der Mann geht zu einem Fenster. Dabei fällt sein Blick auf den Drachen, den Pico gerade gemalt hat, und dessen Farbe noch immer nicht getrocknet ist. Der Mann geht zu dem Bild, schaut sich um und ruft: „Herbert!“, „Herbert!“ Als keine Antwort zu hören ist, nimmt er das Bild und verlässt den Klassenraum.

Pico schaut ihm entsetzt hinterher. „Das ist mein Bild. Der hat mein Bild geklaut“, voller Wut schreit der Kobold so laut, dass Spurti aus dem Versteck kommt. „Was ist denn los?“, fragt er seinen Freund. „Der hat mein Bild geklaut“, schluchzt der kleinste Minimas. „Wer hat dein Bild geklaut? Wir sind doch die einzigen Kobolde hier in der Schule“, erklärt Spurti. „Na der, der den Eimer da hingestellt hat…“, antwortet Pico und schon ist er an dem roten Eimer, der noch immer auf einem Tisch vor dem Fenster steht. Nun wird Spurti neugierig. Er folgt seinem Freund und bestaunt das Plastikteil. Dann fällt sein Blick auf die Fenster und er fängt an zu lachen. Pico ist entsetzt: „Was gibt es denn da zu lachen?“ Spurti beugt sich zu Pico hinunter, legt den Arm um dessen Schulter und erklärt: „Das ist der Fensterputzer.“ Mit leiser Stimme erklärt er weiter: „In den Ferien, wenn kein Unterricht stattfindet, kommen die Fensterputzer und putzen die Fenster. Darum hat Frau Fröhlich vor den Ferien auch die Fensterbilder abgenommen. Wenn die Ferien vorbei sind, sind die Fenster wieder schön sauber und die Kinder und die Lehrerin freuen sich.“  „Aber die Fenster sind doch gar nicht schmutzig.“ Schon ist Pico vor dem Fenster und presst seine Nase an das Glas. „Ich kann alles sehen“, ruft er dabei. „Ja, so sind die Menschen. Sie putzen gern und sind erst zufrieden, wenn alles glänzt“, murmelt Spurti vor sich hin. Da wird Pico lebendig. „Wenn dieser Fensterputzer die Fenster putzen will, soll er etwas zu tun haben. Außerdem hat er mir mein Bild geklaut“, fügt Pico bockig hinzu. Mit einem Schwung hat er dabei seinen bunten Pinsel über das Glas gefegt, sodass nun ein bunter Regenbogen auf dem Glas schimmert. Das sieht Spurti und schon ist sein Koboldwesen in ihm erwacht. Er reißt Pico den Pinsel aus der Hand, flitzt zum zweiten Fenster und malt ein riesengroßes Mondgesicht. Pico schnappt sich daraufhin einen neuen Pinsel, malt Augen und  Nase hinein. Spurti fügt einen roten  Mund dazu. „Na, warte“, ruft der kleinste Kobold und schon streckt das Mondgesicht eine große Zunge aus seinen roten Mund. Nun beginnt ein richtiger Wettbewerb zwischen den beiden Minimas. Jeder malt lustige Mondgesichter auf die Fenster. Dabei ist es ihnen egal, dass ein großer Teil der Farbe auf die Fensterbretter und den Boden kleckst. Die beiden stacheln sich gegenseitig an und treiben es immer heftiger.

In dem größten Treiben öffnet sich die Tür. Pico und Spurti machen sich schnell unsichtbar und verstecken sich unter einem Schultisch. „Was ist denn hier los?“ Der Fensterputzer bleibt an der Tür stehen und schüttelt den Kopf. Ein anderer Mann, mit der gleichen grauen Latzhose an und ein Kollege, steht neben ihm und meint: „ Was hast du denn da gemacht. Mensch, da haben wir ja noch mehr zu tun.“ „Ich, ich habe gar nichts gemacht“, stammelt der Fensterputzer. „Na, dann waren es bestimmt die Schulkobolde“, antwortet kopfschüttelnd sein Kollege.

Pico und Spurti lachen in ihrem Versteck und können sich kaum halten. „Wenn der wüsste…“, bringt Spurti zwischen den Lachsalven hervor.

„An die Arbeit! Wir haben hier echt zu tun, du Scherzkeks“, fordert der zweite Fensterputzer seinen Kollegen auf. Dieser legt Picos Drachenbild auf einen Schultisch, schnappt sich seinen Eimer und beginnt widerwillig mit dem Putzen des ersten Fensters. Sein Kollege hilft ihm und schnell haben sie das Chaos beseitigt.

Mit Schadenfreude und etwas Stolz beobachten die Kobolde die Arbeit der Männer. Pico ist besonders glücklich, als die beiden Fensterputzer nach ihrer Arbeit den Klassenraum verlassen und sein Bild auf dem Schultisch vergessen.

Die Kobolde haben in den Ferien den Fensterputzern einen Streich gespielt. Hast du auch jemanden einen Streich gespielt?

Der Fensterputzer hatte das Pech, an die Kobolde zu geraten. Ist dir in den Ferien ein Missgeschick passiert?

Alle Geschichten unter der Rubrik „Neues von den Minimas“ findet ihr auch auf den Lehrerseiten.

Neues von den Minimas

Schlagwörter

, , ,

Kurz vor den Herbstferien hatte ich eine Begegnung mit einer sehr netten Kollegin:

Bei einer Veranstaltung wurde mir durch eine gemeinsame Bekannte eine Kollegin vorgestellt, die mich gleich mit den Worten begrüßte: „Ach das ist die Autorin der Minimas. Wann kommt das nächste Buch? Meine Kinder (so bezeichnet wohl jeder Grundschullehrer seine Schüler) wollen immer wieder neue Geschichten hören. Ich muss mir schon selbst immer wieder etwas einfallen lassen.“ Dabei strahlten mich zwei Augen aufgeschlossen an und gewannen sofort meine Sympathien.

Sicher kennt das jeder, dass es Menschen gibt, die einem sofort sympathisch sind und deren Offenheit man wenig entgegenzusetzen hat. Mir ging es genau so. Ich war erst einmal sprachlos und stammelte etwas von „sehr kostenintensiv“, „eigentlich nicht geplant“, „einige Geschichten auf Lager“. Da wir nur kurz Zeit vor Beginn der Veranstaltung hatten, blieb mir eine ausführliche Erklärung erspart.

Aber wie das so ist: der Samen war gelegt und fiel auf doch recht fruchtbaren Boden: So grübelte ich, wie ich dieser Kollegin etwas Gutes tun könnte. Natürlich schmeichelten mich ihre Worte auch ein wenig. Und einige Geschichten schlummern noch in meinem Laptop und schwirren schon in meinem Kopf herum. Aber:

Eine Fortsetzung in Form eines Buches habe ich schon vor einiger Zeit verworfen. So ein Buch mit den Illustrationen ist sehr kostenintensiv. Einmal kann man sich das in Absprache mit der Familie schon einmal gönnen. Ich habe hier ja schon einmal thematisiert, dass ich die Veröffentlichung der Minimas als Geschenk zu meinem 50. Geburtstag und unserer Silberhochzeit von meinem Mann betrachte. Und solche Geschenke jährlich übersteigen dann doch unser Budget. Also was tun?

So kam ich auf die Idee, eine Fortsetzungsreihe hier auf meiner Homepage zu beginnen: In loser Folge werde ich also die Minimas zum Leben erwecken und weitere Abenteuer entwickeln. Ich hoffe, dass ich so der besagten Kollegin und vielleicht einigen anderen helfen kann, die Kobolde in weiterführenden Klassen in den Unterricht zu integrieren. Vielleicht haben auch andere Leser Spaß und Freude an den Fortsetzungen.

Damit die Abenteuer vielseitig werden, habe ich die Idee, euch, meine lieben Leser aufzufordern, mich dabei zu unterstützen. Wenn ihr Ideen habt, welche Abenteuer die Kobolde erleben könnten oder zu welchen Inhalten die Geschichten hinführen sollten, schreibt mir doch!

 

Es können kurze Stichworte, Überschriften oder auch ganze Geschichten sein, die ich gern verwenden oder auch veröffentlichen möchte.

Jetzt weiß ich wieder, warum ich Kinderbücher schreibe

Schlagwörter

, , ,

Das Kleinkunstfestival ist vorüber. Drei Tage voller „Kleinkunst“, Begegnungen und lachender Gesichter.

An zwei Tagen durfte ich Teil dieser Akteure sein und meine Bücher dem Publikum, in meinem Fall hauptsächlich Kinder, vorstellen.

Am Samstag, um 17 Uhr, las ich aus meinem neueren Buch „Reset … und Neustart“. Besonders hat mich bewegt, als ein erwachsener Zuhörer am Ende der Veranstaltung zu mir kam und meinte: „Danke schön. Es war auch für mich sehr schön zuzuhören. Machen sie weiter!“ Das ging natürlich runter wie Öl und motiviert mich auch weiterhin, trotz aller Problemchen, meinem Hobby zu frönen. Aber auch die kleineren Zuhörer, die bis zum Schluss zuhörten, gingen beim Vorlesen mit und fieberten sichtlich mit Lou, der Protagonistin in dem Buch.

 

Am Sonntag, um 15 Uhr, wurden dann die Minimas wieder zum Leben erweckt. Die kleinen Kobolde schlichen durch die Räumlichkeiten des alten E-Werkes und fühlten sich in diesem Gemäuer mindestens genau so wohl wie die vielen Besucher.

        

      

In meinem letzten Beitrag habe ich mich bereits bei den Veranstaltern bedankt, möchte den Beitrag aber nicht beenden, um nochmals das Engagement der jungen Leute zu erwähnen.

Egal, ob ich im nächsten Jahr aktiv dabei sein werde, ich freue mich schon jetzt auf das Wochenende, an dem Brandenburg zeigt, dass hier doch einiges los ist.

Ich bin stolz ein Brandenburger zu sein

Schlagwörter

, , ,

„Es gibt Länder, wo was los is
Es gibt Länder, wo richtig was los ist und es gibt
BRANDENBURG BRANDENBURG …“

Wer kennt es nicht, das Brandenburg-Lied von Rainald Grewe? Und als waschechter Brandenburger kann ich auch über diese Klischees schmunzeln.

„Kein Wunder, dass so viele von hier weggehen.
Aus BRANDENBURG.“

Aber es gibt auch die anderen, die, die wiederkommen. Und sie kommen nicht nur wieder, sie machen etwas. Sie bieten mit ihrem Kleinkunstfestival Künstlern der Umgebung eine Plattform. Sie beweisen jedes Jahr aufs Neue:

In Brandenburg ist etwas los,

mehr als man erwartet und oberflächlich sieht.

Viele Leute, die gegangen sind, finden den Weg zurück.

 

 

Ich bin wieder einmal begeistert, wie das Team des Kleinkunst Brandenburg e.V. es geschafft hat, so viel Kleinkünstler ohne großes Budget unter einen Hut zu bringen.

Ein großes Dankeschön an diese tollen jungen Menschen, die es verdient haben, auch namentlich genannt zu werden: Madelaine Böhm, Dirk Ehlert, Stephanie Drömer, Andreas Bergmann, Jana Grycek, Ilja Hübner, Norman Nieß, Uta Schröder und die vielen freiwilligen Helfer.

 

Die Hauptlokation, das alte E-Werk, war hervorragend geeignet und wurde liebevoll für alle Akteure vorbereitet. Wer in den drei Tagen durch die Flure und Räume der Industrieruine schlenderte, spürte den Elan und die Freude an der Kleinkunst aus unserer Gegend.

Ebenso erstaunt mich auch immer wieder, welche Vielfalt an kulturellen Schätzen es hier gibt. Das Festival bietet eine Plattform. Es ist erfrischend, weil es keinen kommerziellen Charakter hat und sich so nicht diesen Zwängen beugen muss.

Es ist aber auch schön zu sehen, wie viele Familien, Jung und Alt die Angebote besuchen und sich auf die Vielfalt einlassen. Natürlich gefällt nicht jedem alles gleich gut, aber das ist auch nicht das Ziel. Es geht um Begegnung, um ein Miteinander, um Toleranz. Damit ist dieses Festival ein wesentlicher Gegenpol zum allgemeinen Gemecker, der Frustration in der Gesellschaft.

Darum nochmals: Dankeschön für das schöne Wochenende.

Ich bin stolz ein Brandenburger zu sein.

 

 

Zwei Lesungen an zwei Tagen

Schlagwörter

, ,

Wie bereits berichtet, findet in diesem Jahr in der Zeit von 29.09. bis 1.10. das Heimwerts Kleinkunstfestival in Brandenburg an der Havel unter dem Motto „Stromaufwärts“ statt.

In diesem Jahr darf ich gleich mit zwei Lesungen teilnehmen:

Am Samstag, den 30.September, stelle ich um 17.00Uhr mein neues Buch „Reset … und Neustart“ vor. Ich bin gespannt, ob Kinder ab 10 Jahre, Jugendliche und interessierte Erwachsene den Weg in das Obergeschoss im alten E-Werk finden. Auf jeden Fall freue ich mich über jeden Zuhörer und bin schon auf die Reaktionen gespannt.

Am Sonntag, den 1. Oktober, darf ich wieder aus meinem Kinderbuch „Mit den Minimas durch das erste Schuljahr“ vorlesen. Nach den noch immer wirkenden Eindrücken der Lesung im letzten Jahr, freue ich mich schon sehr auf die kleinen Zuhörer. Wer noch einmal etwas von der Atmosphäre der Lesung im vergangenen Jahr einfangen möchte, kann noch einmal in meinem Artikel „Ich war dabei“ die Stimmung erleben.

Besonders erwartungsvoll fiebre ich der neuen Lokation im alten E-Werk entgegen.

Das gesamte Programm des Festivals, das wirklich für (fast) jeden etwas Passendes bereit hält, findet man unter:

Programm des Heimwerts Kleinkunstfestivals

2017 hEimWeRTs-Kleinkunstfestival

Schlagwörter

, , ,

Das Motto des diesjährigen Festivals ist veröffentlicht: Stromaufwärts

Auf der Homepage kann man dazu lesen:

„Wer dem Weg stromaufwärts folgt – vom Interkulturellen Zentrum gestartet, vorbei am Slawendorf und schließlich zum alten E-Werk – erlebt ein Wochenende lang, was sonst zu Hause schlummert. An drei Tagen hüllen Literaten, Maler, Musiker, Schauspieler, Performer und Poeten diese Stadt in eine unvergessliche Atmosphäre. Wir laden euch ein mittendrin und dabei zu sein!“

Mir fällt bei Stromaufwärts spontan ein: gegen den Strom, gegen die Strömung, gegen den Wind…

Ich denke, dass das tolle Metaphern sind. Denn was machen an diesem Wochenende verschiedenste etwas verrückte Leute? Sie engagieren sich, sie motzen nicht und lassen sich nicht von negativen Stimmungen herunterziehen. Nein!

Sie unternehmen etwas für die Kultur – eine Kultur, die kein oder wenig Geld kosten soll und damit alle erreichen kann, die es wünschen. Eine Kultur im Kleinen aus der Großes erwachsen kann: ein Gefühl der Verbundenheit, ein Gefühl der Liebe für das, was sie tun, und diese Stadt, diese Region.

Ich wünsche mir daher eine rege Teilnahme für alle Künstler, die Veranstalter und auch für die Gäste.

Übrigens findet das Festival vom 29.09. bis 1.10.2017 statt. Ich würde mich freuen, den einen oder anderen zu sehen.

 

Ein Dankeschön an alle Partner/ Partnerinnen von Lehrern/Lehrerinnen

Schlagwörter

, , ,

Heute möchte ich einmal allen Partnern/ Partnerinnen von Lehrern/Lehrerinnen im Allgemeinen und meinem lieben Mann im Speziellen Danke sagen. Warum? Weil das Leben mit unserer Spezies kein Zuckerschlecken ist. Darum …

  • Danke für das offene Ohr, das ihr täglich habt, wenn wir von einem gestressten Schulalltag, von Erlebnissen überquellend, euch mit unserem Wortschwall überfahren.
  • Danke für das Verständnis, wenn uns am gemütlichen Sonntagnachmittag plötzlich eine neue Idee für die nächste Woche kommt, die wir natürlich sofort vorbereiten müssen.
  • Danke für das Lächeln, wenn wir bei IKEA oder im Supermarkt den Korb vollpacken mit Schachteln, Regalteilen oder Lernspielzeug.
  • Danke für die Offenheit, mit der ihr den Kindern begegnet, die uns beim Einkaufen oder Schwimmbad lautstark mit „Hallo“ so laut begrüßen, dass auch jeder weiß, wie man heißt und wer man ist.
  • Danke für die Höflichkeit, mit der ihr Eltern begegnet, die weniger höflich unsere Geduld auf die Probe stellen, wenn wir eigentlich nur ein Eis essen wollten.
  • Danke für das Glas Wein, dass nach einer Elternversammlung oder einem Tag voller Elterngespräche am Abend gut gekühlt auf uns wartet.
  • Danke dafür, dass ihr unsere Selbstzweifel zerstreut, so dass wir jeden Tag wieder den Kindern und Eltern gegenübertreten können.
  • Danke für das gemeinsame Basteln, Schneiden, Nägel einschlagen, Werkzeug suchen, Ideen sammeln und Rat geben.

Ich bin froh, dass ich einen solchen Partner an meiner Seite habe und wünsche jedem Lehrer oder jeder Lehrerin das Gleiche.